Zum Hauptinhalt springen

Kesb-Streit in Rapperswil-JonaKesb-Klage geht ans Bundesgericht

Das Bundesgericht muss sich mit einem Streit zwischen ehemaligen Redaktoren der «Obersee Nachrichten» und der Stadt Rapperswil sowie dem früheren Kesb-Linth-Chef befassen.

Der ehemalige Chefredaktor Bruno Hug ist mit einem Urteil gegen die «Obersee Nachrichten» nicht einverstanden.
Der ehemalige Chefredaktor Bruno Hug ist mit einem Urteil gegen die «Obersee Nachrichten» nicht einverstanden.
Archivfoto: Moritz Hager

Die ehemaligen Redaktoren der «Obersee Nachrichten» (ON), Bruno Hug und Mario Aldrovandi, legen beim Bundesgericht Beschwerde ein: gegen das Urteil des St. Galler Kantonsgerichts zur ON-Berichterstattung über die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Linth. Dies, nachdem der Stadtrat Rapperswil-Jona schon den dritten Vergleichsvorschlag abgelehnt habe, wie sie mitteilen. Nach dem Urteil des Kantonsgerichts hätten der Verlag der ON und die beiden beklagten Redaktoren diesen Sommer dem Stadtrat erneut einen Vergleich vorgeschlagen. «Der Rat wollte dies nicht», schreiben sie.

Hug und Aldrovandi wehren sich nun vor Bundesgericht gegen das Urteil, das mehrheitlich den Klägern recht gab – der Stadt und Ex-Kesb-Linth-Chef Walter Grob. Würde das Urteil rechtskräftig, hätte es weitreichende Folgen für Journalismus und Medienfreiheit, befinden die Beklagten. «Eine kritische Berichterstattung über eine längere Dauer würde für Redaktoren zu hohen Risiken führen. Und dies selbst bei im öffentlichen Interesse stehenden Berichten über Behörden und Amtsträger.»

red