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Interview mit Pfarrer Karl WolfKanzel, Couch und Rotlichtviertel

Karl Wolf ist nicht nur Pfarrer der katholischen Kirche Küsnacht-Erlenbach, sondern auch Psychologe in einer Praxis – und Gassenarbeiter an der Langstrasse.

Karl Wolf, Pfarrer der katholischen Kirche Küsnacht-Erlenbach, ist mit dem Verein Incontro regelmässig an der Zürcher Langstrasse unterwegs und kümmert sich um Prostituierte und Randständige.
Karl Wolf, Pfarrer der katholischen Kirche Küsnacht-Erlenbach, ist mit dem Verein Incontro regelmässig an der Zürcher Langstrasse unterwegs und kümmert sich um Prostituierte und Randständige.
Foto: Moritz Hager

Wann wussten Sie, dass Sie Pfarrer werden wollen? Gab es einen Schlüsselmoment?

Es gab mehrere. Prägend waren für mich etwa die Momente, in welchen meine Mutter beim Ins-Bett-Bringen mit mir betete. Dabei fühlte ich mich geborgen und aufgehoben. Als Jugendlicher kam ich dann in Kontakt mit Franziskanern, die Strassenarbeit mit Jugendlichen machten. Da erlebte ich echte Nächstenliebe und fand von neuem Zugang zum Glauben. Damals wurde mein Wunsch nach einem Theologiestudium geweckt.

Welche Pfarrtätigkeiten liegen Ihnen besonders am Herzen?

Persönliche Gespräche und Begegnungen sowie die Arbeit mit Menschen sind mir enorm wichtig. Auch Predigten stellen für mich Begegnungen dar. Meine Gedanken mit Menschen zu teilen und diese dabei zu spüren, bedeutet mir viel.

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