Zum Hauptinhalt springen

Finanzierung der KitasKantone und Firmen wollen gute Krippen – aber nicht dafür bezahlen

Regierungsräte und Arbeitgeber planen, die Qualität in Kindertagesstätten schweizweit zu erhöhen. Dafür bräuchte es aber über eine Milliarde Franken – für die niemand aufkommen will.

In vielen Einrichtungen sind die finanziellen Ressourcen zu knapp, um genügend qualifiziertes Personal einzustellen, damit eine Betreuerin oder ein Betreuer nicht zu viele Kinder gleichzeitig betreuen muss.
In vielen Einrichtungen sind die finanziellen Ressourcen zu knapp, um genügend qualifiziertes Personal einzustellen, damit eine Betreuerin oder ein Betreuer nicht zu viele Kinder gleichzeitig betreuen muss.
Foto: Keystone

Jeder Kita-Platz schafft ein zusätzliches Erwerbspensum von 46 Prozent. Zu diesem Schluss gelangte vor einigen Wochen eine Studie der Jacobs Foundation. Ein Plus von schweizweit 21’000 Kita-Plätzen würde das Bruttoinlandprodukt demnach längerfristig um 3,3 Milliarden Franken steigern – bei Kosten von jährlich 794 Millionen Franken. Auch die Arbeitgeber sehen dieses Potenzial – sie haben sogar die Initiative ergriffen, um das Angebot und die Qualität in der Kinderbetreuung zu erhöhen.

«Arbeitende Mütter sollen ihre Pensen erhöhen», sagte Valentin Vogt, Präsident des Arbeitgeberverbands, schon vor zwei Jahren in dieser Zeitung. 60 Prozent sind für ihn die unterste Grenze, bei Kaderjobs 80 Prozent. Der Fachkräftebedarf sei das eine, sagt er. Der andere Grund für ein gutes Kita-Angebot sei die Chancengleichheit in Bezug auf einen guten Bildungsabschluss.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.