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Mordprozess in MeilenKam die Versicherung einem Mörder auf die Schliche?

Ein 50-Jähriger soll seine Frau in Mallorca verkrüppelt und später ermordet haben. Jetzt steht er vor Gericht – obwohl die Behörden anfangs an einen Unfall glaubten.

Das Bezirksgebäude Meilen, wo das Gericht ab Montag einen spektakulären Mordfall verhandelt.
Das Bezirksgebäude Meilen, wo das Gericht ab Montag einen spektakulären Mordfall verhandelt.
Foto: Sabine Rock

Gibt es den Mord, der nie entdeckt wird? Möglich scheint es, zumindest wenn man die Anklageschrift zu jenem mehrtägigen Prozess liest, der am Montag in Meilen beginnt. Was der heute 50-jährige Beschuldigte getan haben soll, klingt wie das Drehbuch zu einem schlechten Film: Er soll seine Ehefrau bei einem gescheiterten Tötungsversuch verkrüppelt und nur 14 Monate später doch noch ermordet haben. Beide Taten liess er wie Unfälle aussehen, womit es dem Schweizer lange und erfolgreich gelang, die Strafverfolger zu täuschen.

Die unheilvolle Geschichte nahm ihren Anfang vor acht Jahren, Ende 2012, in Mallorca. Dort besass das Paar eine Finca. Um die Ehe war es schlecht bestellt, die Frau erwog die Scheidung. An einem Dezemberabend kam es laut Anklageschrift zu einem heftigen Streit. Der Beschuldigte soll seine Frau zunächst derart heftig ins Gesicht geschlagen haben, dass mehrere Knochen brachen.

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