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Justizdirektorin Fehr bringt Bewegung in Zürcher Verwaltung

Mit dem Umbau ihres Büros sowie Personalwechsel hat die neue Zürcher Justizdirektorin und Winterthurerin Jacqueline Fehr (SP) bereits für Wirbel gesorgt.

Die frisch gewählte Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) vor der Gallerie der Ratsmitglieder.
Die frisch gewählte Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) vor der Gallerie der Ratsmitglieder.
Patrick Gutenberg

Die neue Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) setzt auf Beweglichkeit und frischen Wind in der Verwaltung. Aufgefallen ist vor allem die Auswechslung des bisherigen Generalsekretärs, die Schaffung einer neuen Stabsstelle und der Umbau ihres Büros.

«Durchlässigkeit ist konstruktiv»

Ziel ist es, neue Verwaltungsstrukturen zu fördern, die weniger schwerfällig und bürokratisch sind, wie Fehr heute in einem Interview mit der «NZZ» sagte. Spitzenkader sollten nicht 20 Jahre oder mehr an der gleichen Position verharren. Das entspreche nicht ihrer Vorstellung moderner Führung.

«Rotation und frischer Wind tun der kantonalen Verwaltung gut,» sagt sie. Durchlässigkeit sei konstruktiv. Per Ende Oktober gehen muss nun Christian Zünd. Er ist seit rund zehn Jahren Generalsekretär in der Justizdirektion und gilt als kompetent. Das habe nichts mit ihm zu tun, sagte Fehr, sondern eben mit der gewünschten Beweglichkeit.

«Die Panzertüren werden verschwinden»

Zünds Stelle übernimmt Jacqueline Romer, eine politische Weggefährtin von Fehr. Diese Wahl bedeute nicht, dass sie sich bedroht fühle und nun versuche, die Reihen wasserdicht zu schliessen. «Genau das Gegenteil ist der Fall. Ich hole eine Vertrauensperson, weil sie eher wagt, direkt die Wahrheit zu sagen,» sagt Fehr. Sie brauche jemanden, der ihr auch Unangenehmes sage.

Gegen eine unterstellte Wagenburg-Mentalität spreche auch der geplante Umbau ihrer Räumlichkeiten im Kaspar-Escher-Haus. Dadurch würden die Zugänglichkeit und die Transparenz erhöht. «Die Panzertüren werden verschwinden.»

Mehr Zeit für die Strategie

Eine weitere Neuerung ist die Stelle einer Projektassistentin. Diese übernimmt Stefanie Keller, wie Romer aus dem Stab des Winterthurer Stadtpräsidenten Michael Künzle. Keller soll gezielte Entlastung bieten und dafür sorgen, dass Fehr sich nicht verzettle und ihr die Zeit fehle für die Strategie, die grossen Projekte der Direktion.

Kritik an den Kosten ihres Einstands weist Fehr zurück. «Unter dem Strich sind die Massnahmen nicht kostspielig. Jeder Entscheid lässt sich zudem gut begründen,» sagt Fehr.

SDA/anb

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