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US-PräsidentenwahlJoe Biden will für mehr Transparenz bei der Polizei sorgen

US-Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden hielten beide Wahlkampfveranstaltungen ab.

Stimmung wie in einem Autokino: Präsidentschaftskandidat Joe Biden spricht im US-Staat Pennsylvania. (17. September 2020)
Stimmung wie in einem Autokino: Präsidentschaftskandidat Joe Biden spricht im US-Staat Pennsylvania. (17. September 2020)
Keystone/Carolyn Kaster
Wahlkampfauftritt im umkämpften US-Staat Wisconsin. Donald Trump verspricht den Farmer Milliardenhilfen.
Wahlkampfauftritt im umkämpften US-Staat Wisconsin. Donald Trump verspricht den Farmer Milliardenhilfen.
Keystone/Morry Gash
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Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat für den Fall seiner Wahl mehr Transparenz in amerikanischen Polizeibehörden versprochen. Ausserdem wolle er an einem Tisch Vertreter von Polizei und lokaler Bürgergruppen zusammenbringen, um über Reformen wie eine bessere Überprüfung künftiger Polizisten zu sprechen, sagte Biden bei einer im Fernsehen übertragenen Fragerunde mit Wählern. Der Tod mehrerer schwarzer Amerikaner durch Polizeigewalt in den vergangenen Monaten hat für heftige Proteste in den USA gesorgt.

In einem Kontrast zu Amtsinhaber Donald Trump erkannte Biden an, dass er durch seine Hautfarbe eine privilegierte Position genossen habe. «Sicher, ich profitierte davon allein schon dadurch, dass ich nicht das durchleben musste, was meine schwarzen Brüder und Schwestern durchlebten.» Trump hatte in einem vor wenigen Tagen bekanntgewordenen Interview mit dem renommierten Journalisten Bob Woodward die gleiche Frage negativ beantwortet: «Nein, ich fühle das überhaupt nicht.»

Biden hielt die Fragestunde unter freiem Himmel auf einem Parkplatz in der Ortschaft Moosic im Bundesstaat Pennsylvania ab. Mit einer Bühne und den an ihren Autos sitzenden Zuschauern hatte die Veranstaltung die Atmosphäre eines Freiluftkinos. Trump hatte eine ähnliche Fragerunde zwei Tage zuvor in einem Saal gemacht, die Wähler sassen weit von einander entfernt. Nach Bidens «Townhall»-Event beklagte sich Trump bei einem Wahlkampf-Auftritt in Wisconsin, dass sein Kontrahent viel zu freundliche Fragen gestellt bekommen habe. Die Kandidaten sollen am 29. September in der ersten TV-Debatte aufeinandertreffen.

Trump will Farmern helfen

US-Präsident Donald Trump hat weitere Milliardenhilfen für amerikanische Landwirte angekündigt. Ab kommende Woche werde seine Regierung etwa 13 Milliarden Dollar dafür aufbringen, sagte Trump am Donnerstag bei einem Wahlkampfauftritt in Wisconsin. Einzelheiten nannte er zunächst nicht. Die Landwirtschaft in dem Bundesstaat mit 5,8 Millionen Einwohnern ist von der Handelspolitik der US-Regierung sowie der Pandemie stark getroffen worden.

Wisconsin ging bei der Präsidentenwahl 2016 mit weniger als ein Prozent der Stimmen an den Republikaner. Vor der Wahl Anfang November liegt Trump in Umfragen landesweit hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Die US-Regierung hatte im April 19 Milliarden Dollar an Hilfen für Landwirte eingesetzt.

SDA/Reuter/chk

6 Kommentare
    Boris Fray

    Er kann, als Beispiel, auch mehr Transparenz bei Ukraine-Gate liefern, und falls unschuldig wird er sicher auch seine Wahl gut beeinflussen.