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Spitzenkampf in LiechtensteinJetzt folgt der Härtetest

GC ist in Fahrt – und hat in der Offensive noch mehr Schwung verpflichtet. Gerade rechtzeitig: Das Spiel von heute Abend gegen Verfolger Vaduz ist richtungsweisend.

Die Faust drauf: Veroljub Salatic und der neue Trainer Zoltan Kadar haben einander gefunden.
Die Faust drauf: Veroljub Salatic und der neue Trainer Zoltan Kadar haben einander gefunden.
Alexandra Wey (Keystone)

In welche Richtung der Weg von GC führen soll, ist klar: vorwärts, möglichst direkt. Wie zur Bestätigung dieser These vermelden die Zürcher innert weniger Stunden die Verpflichtung zweier Offensivkräfte: Nach Oscar Correia, der für zwei Jahre aus der Promotion League von Etoile Carouge kommt, hat GC auch Shkelqim Demhasaj unter Vertrag genommen: Der 24 Jahre alte Mittelstürmer spielte zuletzt beim FC Luzern und totalisierte dort in 95 Spielen 17 Tore und 10 Assists. Er wechselt ablösefrei und mit einem Dreijahres-Vertrag.

Trainer Zoltan Kadar mag sich aktuell noch nicht stark mit der Zukunft beschäftigen: «Es ist schön, dass sie nächste Saison zu GC kommen, und sie können wichtige Bestandteile des Clubs werden, aber aktuell wollen wir mit dem jetzigen Team das Maximum herausholen.» Der Start nach der Wiederaufnahme ist gelungen: 4 Spiele, 10:1 Punkte, 13:3 Tore. «Das Wichtigste ist, dass sich die Mannschaft in jedem Spiel weiterentwickelt, und das war bisher so», ist der Cheftrainer zufrieden.

Aufgepasst auf den Trainersohn

Nächster Prüfstein ist nun heute Abend im Spitzenkampf der FC Vaduz. Auch die Liechtensteiner erfreuen sich einer starken Form, ja, sie sind in diesem Kalenderjahr sogar noch ungeschlagen. Seit der 1:2-Heimniederlage gegen Kriens am letzten Vorrunden-Spieltag am 15. Dezember resultierten 19 Punkte aus neun Spielen.

Bei Vaduz stimmt auch die Moral, zuletzt machten sie in Schaffhausen ein 0:2 wett, obwohl sie eine Stunde in Unterzahl spielen mussten. Auch gegen GC sicherten sie sich in dieser Spielzeit – neben dem 2:1-Auswärtssieg Ende Januar – zweimal späte Punkte: Beim 2:2 in Vaduz im September 2019 glichen die Gastgeber in der 95. Minute aus, in Zürich beim 3:3 im Oktober korrigierten sie in den letzten 20 Minuten einen 1:3-Rückstand. Letzter Torschütze war dabei beide Male Noah Frick, der 18-jährige Sohn von Trainer Mario Frick, der nationalen Fussball-Legende. «Es braucht eine sehr, sehr gute Leistung von uns», blickt Kadar mit Respekt auf das Gastspiel im Rheinpark voraus.

Wie hier Torschütze Manuel Sutter (Nummer 9) im Oktober 2019 hatte Vaduz bisher in dieser Saison gegen GC mehrheitlich  ein Übergewicht.
Wie hier Torschütze Manuel Sutter (Nummer 9) im Oktober 2019 hatte Vaduz bisher in dieser Saison gegen GC mehrheitlich ein Übergewicht.
Foto: Walter Bieri/Keystone

Denn es geht um mehr als nur drei Punkte Vaduz ist auch der Hauptkonkurrent der Grasshoppers um den Barrageplatz, zwei Punkte beträgt die Reserve. Kadar glaubt aber nicht, dass in der neuntletzten Runde schon die Weichen gestellt werden: «Es sind nachher noch 24 Punkte zu vergeben. Es ist ein wichtiges Spiel, aber noch kein entscheidendes.»