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Import-Imame prägen den lokalen Islam

Bei der Rekrutierung von Imamen holen sich fast alle Winterthurer Moscheevereine Hilfe bei Organisationen im Ausland. Mit dieser Situation sind aber viele nicht zufrieden.

In den lokalen Moscheen werden die Gebete vorwiegend von importierten Imamen vorgesprochen.
In den lokalen Moscheen werden die Gebete vorwiegend von importierten Imamen vorgesprochen.
Keystone

Bärtige Männer und verschleierte Frauen verneigen sich zum Gebet in Richtung Mekka. Dass dieses Klischee oft nicht zutrifft, zeigt ein Blick in die Statistik des Bundes: 40 Prozent der Muslime gaben bei der letzten Erhebung zum Thema Religion an, im vergangenen Jahr nie gebetet zu haben – deutlich mehr als bei den Katholiken, bei denen es unter 30 Prozent waren. Auch wenn die Zahlen darauf hindeuten, dass viele Muslime wenig religiös leben, gibt es in Winterthur sechs Moscheevereine, die beim Dachverband der islamischen Organisationen in Zürich (Vioz) als Mitglied gelistet sind. Die Vioz hat jüngst die Mitgliedschaft der An’Nur-Moschee suspendiert, weil deren äthiopischer Imam zum Mord aufgerufen haben soll. Importierte Imame werden deshalb oft als Problem bezeichnet.

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