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Kommentar zur Corona-Impfung Der Impf-Egoismus der Mächtigen und Reichen ist unerträglich

Der südafrikanische Luxus-Tycoon Johann Rupert konnte sich im Thurgau vor allen anderen impfen lassen. Mit Sonderrechten für Reiche und Mächtige wird das Vertrauen in die Impfkampagne untergraben.

Begehrte Fläschchen: Mit dem Inhalt einer Ampulle lassen sich bis zu sechs Patienten gegen Covid-19 impfen.
Begehrte Fläschchen: Mit dem Inhalt einer Ampulle lassen sich bis zu sechs Patienten gegen Covid-19 impfen.
Foto: Alessandro Crinari (Keystone) 

Zuerst der Bundesrat, jetzt ein schwerreicher Unternehmer: In der Schweiz erhalten einflussreiche Personen privilegierten Zugang zum Corona-Impfstoff. Johann Rupert ist der reichste Mann Südafrikas, und als Besitzer der Hirslanden-Gruppe nutzte er seinen Einfluss, um als eine der ersten Personen im Kanton Thurgau geimpft zu werden – dort, wo seine Klinikgruppe den exklusiven Auftrag für die Immunisierung der Bevölkerung erhalten hat.

Aufgeschreckt durch die Recherchen sagt er: «Es liegt mir daran, für alle Mitarbeitenden in meinen Unternehmen ein Zeichen zu setzen.» Wirklich? Wenn dem tatsächlich so wäre, warum hat er das nicht gleich gesagt – und öffentlich gemacht?

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