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Seniorenkurse in MännedorfIm Alter digital mobil bleiben

Die Digitalisierung schreitet fortwährend voran. Damit auch Senioren up to date bleiben, können sie in einem Kurs in Männedorf lernen, wie man digitale Zahlungsmethoden verwendet.

In den Kursen wird den Senioren beispielsweise die Bezahlungs-App Twint nähergebracht.
In den Kursen wird den Senioren beispielsweise die Bezahlungs-App Twint nähergebracht.
Foto: Keystone

Wie sende ich ein Foto via Whatsapp? Warum verbindet sich mein Computer nicht mit meinem Drucker? Und was ist eigentlich Twint? Die Digitalisierung stellt viele Senioren vor Hindernisse und Fragen. Tägliche Bedürfnisse wie das Einkaufen, die Pflege sozialer Kontakte und das Beschaffen von Informationen werden zunehmend über das Internet erledigt. Es gibt immer mehr Kurse, die sich mit Themen rund ums Internet beschäftigen und sich teilweise spezifisch an Senioren richten. Darunter sind Anbieter wie Swisscom und Pro Senectute und Gemeinden wie Zumikon und Männedorf.

Letztere bietet seit Anfang Jahr Kurse zu verschiedenen technischen und digitalen Themen an. In den bevorstehenden Kursen im August, September und Oktober liegt der Fokus auf den digitalen Zahlungsmöglichkeiten. In den letzten Monaten ist der digitale Zahlungsverkehr aufgrund der Corona-Pandemie immer mehr ins Bewusstsein gerückt. In vielen Geschäften werden Kunden, die mit Bargeld bezahlen, schräg angeschaut. Teilweise wird das bargeldlose Zahlen gar erwartet. Immer öfter ist auch das Zahlen mit der Bezahlungs-App Twint möglich. Im Kurs erklärt die Männedörfler IT-Fachfrau Andrea Rasonyi die Möglichkeiten des digitalen Zahlungsverkehrs. Neben den Workshops in Zusammenarbeit mit der Gemeinde bietet sie auch individuelle Unterstützung in diversen technischen Bereichen.

Grosses Interesse

«Der Bedarf an Kursen besteht», sagt Ursula Feiner vom Fachbereich Alter und Sozialversicherungen der Gemeinde. Sie führt regelmässig Bildungsveranstaltungen für Senioren durch und ist auch an den beiden bevorstehenden Kursen beteiligt. Es sei wichtig, im Alter up to date zu bleiben und dabei gleichzeitig soziale Kontakte zu pflegen. Die grosse Lernfreude und Offenheit der Kursteilnehmer erstaune sie immer wieder.

Am Kurs «Wie helfen uns Handy und Tablet im Alltag» Anfang Jahr nahmen etwa 30 Senioren teil. Nun werden die Kurse zu digitalen Zahlungsmöglichkeiten Corona-bedingt in kleineren Gruppen durchgeführt, und die Senioren müssen sich im Voraus anmelden. «Die kleineren Gruppen sind nicht unbedingt schlecht, da wir als Kursleiter so mehr Zeit haben, auf individuelle Fragen einzugehen», sagt Feiner.

Das Gelernte direkt anwenden

Die Teilnehmer können ihr Handy oder Tablet an den Kurs mitnehmen, um vor Ort das Gelernte direkt anzuwenden. Zu Beginn werden die Möglichkeiten, Vorteile, Stolpersteine und Sicherheitsaspekte digitaler Zahlungsmethoden mittels einer Powerpoint-Präsentation und Demonstrationen am Handy oder Tablet erklärt. Es wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass man nie persönliche Daten über E-Mail verschicken sollte, und erklärt, wie man mit Passwörtern umgeht. Grundsätzlich müsse man beim E-Banking genauso vorsichtig wie mit seinem eigenen Portemonnaie sein, sagt Feiner.

«Wir zeigen, wie einfach vieles eigentlich ist.» Die Kurse seien ein erster Impuls oder Türöffner. Ob die Senioren das Gelernte auch in Zukunft anwenden möchten, ist ihnen überlassen. «Manche Teilnehmer entscheiden sich dagegen, digitale Zahlungsmethoden zu verwenden», sagt Feiner. Es sei ihnen zu riskant. Andere würden sicherheitshalber lieber auf die Hilfe von Dritten zählen. Besonders freuten sie jene, die sich dafür entscheiden, das Gelernte auch im Alltag selbstständig anzuwenden. «Senioren können sich dann untereinander austauschen und sich gegenseitig Tipps geben.» Denn wie in anderen Themenbereichen müsse man das Gelernte immer wieder üben und sich damit auseinandersetzen.

Kurs Digitaler Zahlungsverkehr für Senioren 65+, am 20. oder 25. August, 29. September, 29. Oktober um jeweils 9.15 bis 11 Uhr im kleinen Gemeindesaal. Eine Anmeldung ist nötig, die Teilnahme kostenlos. Weitere Informationen unter www.maennedorf.ch oder telefonisch unter 044 921 66 37.