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Kolumne Max KüngIch war noch niemals in… Beromünster LU

Warum unser Autor SRF 3 zu Grabe trägt und zum Abdankungsgottesdienst nach Beromünster pilgert.

Foto: Max Küng

Am Freitag, dem 22. Januar dieses Jahres, verstummte mein Küchenradio um sechs Minuten vor halb acht Uhr morgens. Damals hörte ich das letzte Mal in meinem Leben Radio SRF 3. Warum ich abschaltete? Es war der Song, der gespielt wurde. Er drohte, das Eiweiss in meinem Gehirn stocken zu lassen. Anaphylaktischer Schock! Ich musste sofort ausschalten. Er war einfach zu schlimm. Wäre ich nur ein My impulsiver, hätte ich das Radio zertrümmert, in tausend Teile zerschlagen.

Das Ende hatte sich angekündigt, seit Jahren. Die im Tagesprogramm gespielte Musik von SRF 3 wurde je länger je mehr zu einer Unerträglichkeit, genauso wie die penetrant und permanent forcierte gute Laune, diese unheimliche Heiterkeit. Und ja, es gab schon früher Krisen. Als eines Morgens «Libertine» von Kate Ryan gespielt wurde, rannte ich kreischend aus der Küche. Da ging wohl bereits etwas kaputt.

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