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Blocher gibt Interview«Ich merke, die Kräfte lassen nach»

SVP-Übervater Christoph Blocher wird am Sonntag 80 Jahre alt. In einem Interview deutet er nun an, sein Engagement weiter zu reduzieren.

«Ich merke, die Kräfte lassen nach - das Gedächtnis zum Beispiel», sagt Christoph Blocher in einer Vorabmeldung von «10vor10»-Journalist Andy Müller. «Man muss auch bescheiden sein und sagen, es hört dann mal auf», so der SVP-Übervater weiter. Man müsse nicht meinen, es ginge immer weiter. «Man kennt ja die Muggen der alten Leute.» Mit der Zeit ginge das in Richtung Sturheit. «Und hier muss man rechtzeitig die Weichen stellen.»

«Und hier muss man rechtzeitig die Weichen stellen»: Christoph Blocher.
Video: SRF

SRF-Mann Müller, der nur einen kurzen Ausschnitt aus dem Gesamtinterview publizierte, schreibt auf Twitter dazu: Blocher wolle sich nun «wirklich aus der Politik zurückziehen». Und weiter habe er gesagt: Die Jungen in der Partei müssten nun ran. Und zu Europa gäbe es in nächster Zeit keine Initiative mehr.

«Das ist eine neue Epoche, die hier kommt.» Im Unternehmen habe er das auch so gemacht, sagte der frühere Chef der Ems Chemie. Er habe sich voll zurückgezogen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bezeichnete der SVP-Doyen seinen von SRF auf Twitter zunächst gemeldeten Rückzug aus der Politik als «Fehlalarm». Der Tweet hatte gelautet: «Heute Abend im ‹10vor10› kündigt er an, er wolle sich nun wirklich aus der Politik zurückziehen.»

Dies sei schon sehr «zugespitzt» und wohl in der Absicht erfolgt, «die einen zu ärgern und die anderen zu erfreuen», sagte Blocher zu Keystone-SDA. Richtig sei sein Rückzug aus der Parteiarbeit. Er sei in der SVP nur noch «einfaches Mitglied». Zudem habe er sowieso nie Parteipolitik betrieben, sondern nur Politik gemäss seinen Überzeugungen, die dann in die Parteipolitik eingeflossen sei. Zu Wort melden werde er sich weiterhin.

Von seinen Funktionen als Mitglied des Parteileitungsausschusses und Vizepräsident der SVP war Blocher bereits im März 2018 zurückgetreten. Ende Mai 2014 gab er sein langjährige Mandat als Nationalrat ab. Thomas Matter rückte für ihn nach.

cpm/sda

125 Kommentare
    Dodo Hugelshofer

    Man kann es ihm verdanken das die Schweiz nicht in der EU ist. Alles wollte in die EU aber Dr. Blocher hat es am Esteblishement von der Schweiz gezeigt das es das Volk nicht will mit der ganzen Diktatur von Brüssel und seinen Beamten. Aber die ewiggestrigen Classpolitiq Politiker wollen immer noch herein man sieht es beim Rahmen Abkommen. Da muss nun die Tochter in die Hose das sie es nicht verhindert das wir in Brüssel landen! Alles in allem muss man ihm danken sagen das er sich für das Volk so eingesetzt hat über alle die Jahrzehnte!