Wädenswil

Zwei Kandidatinnen für einen Schulpflegesitz

Der freie Sitz in der Primarschulpflege ist umkämpft. Nebst der offiziellen Kandidatin der Parteien bewirbt sich auch eine Parteilose für den Sitz.

Sie möchten in die Wädenswiler Primarschulpflege: Silvia Gilliand (links, SP) und Ursula-Lilian Gall (parteilos).

Sie möchten in die Wädenswiler Primarschulpflege: Silvia Gilliand (links, SP) und Ursula-Lilian Gall (parteilos). Bild: zvg

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Für den freien Sitz in der Primarschulpflege Wädenswil kandidieren die parteilose Ursula Gall und Silvia Gilliand von der SP. Der Sitz ist nach dem Rücktritt von Esther Stehrenberger (SP) auf Ende Oktober vakant. Die Interparteiliche Konferenz (BFPW, CVP, EDU, EVP, FDP, Grüne, GLP und SVP) schlägt für die Wahl vom 26. November Silvia Gilliand vor. Die 53-jährige Kandidatin arbeitet mit einem 40 Prozent-Pensum als Fachangestellte bei der Post. Sie hat drei Kinder, das jüngste ist in der Lehre. Sie sagt, sie sei eine Ur-Wädenswilerin: «Ich weiss, wie Wädenswil tickt und fühlt.»

Sie engagiere sich schon in anderen Bereichen in Wädenswil, beispielsweise bei den Tambouren, sagt Silvia Gilliand. Für den Schulpflegesitz kandidiere sie, weil sie sich für das Thema Schule interessiere. Sie habe die Schulzeit mit ihren Kindern miterlebt. Sie habe ganz unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, sowohl mit den Lehrern wie mit den eigenen Kindern. Diese Erfahrungen möchte sie nun einbringen.

Positiv in Erinnerung ist ihr, dass sie immer auf ein offenes Ohr gestossen sei, sowohl bei den Lehrer, wie den Schulleitungen oder der Schulpflege. Diesen Dialog wolle sie pflegen. Sorge bereitet ihr hingegen der Spardruck. Die Gesellschaft müsse sich eine gute Schule leisten. Es wäre ein falsches Zeichen, beispielsweise bei der Aufgabenhilfe zu sparen, sagt sie. Die Schule fange heute vieles auf, das die Kinder früher im Elternhaus gelernt hätten. Erhielten sie die nötige Unterstützung nicht, erweise sich der Spareffekt als Bumerang. «Die Kinder sind unsere Zukunft», sagt die Kandidatin. Ein Leistungsabbau in der Schule wäre falsch. Als Schulpflegerin würde sie dafür sorgen, dass es den Kindern und Lehrern gut gehe.

Bildungsqualität erhalten

Die 44-jährige Ursula-Lilian Gall bewirbt sich für den Sitz, weil sie es wichtig findet, dass Personen in der Schulpflege sitzen, die Kinder im schulpflichtigen Alter haben. Sie könnte die Sichtweise und Interessen der Eltern einbringen, sagt sie. Ursula-Lilian Gall hat zwei Kinder, das jüngere ist dreijährig, das grössere Kind besucht die vierte Klasse. Sie war vier Jahre lang Mitglied des Elternrates. Während drei Jahren leitete sie das Kinderturnen für den Turnverein.

Die Kandidatin will sich dafür einsetzen, dass die Bildungsqualität erhalten bleibt. «Wir haben in der Schweiz ein hohes Bildungsniveau in der öffentlichen Schule», sagt sie. Es gelte, dieses zu erhalten, und den Eltern, die mit Privatschulen liebäugelten, dessen Vorteile und Stärken aufzuzeigen. Ein Thema, das Ursula-Lilian Gall thematisieren möchte, ist die Überforderung von Lehrern, Eltern und Schülern. Sie habe erlebt, dass es glückliche Lehrer und glückliche Schüler gebe. «Ich möchte die positive Sichtweise auf die Schule einbringen», sagt sie. Jenen, die unzufrieden sind, sollten sich an den positiven Beispielen orientieren können. Sie möchte lösungsorientiert mit ihnen arbeiten und aufzeigen, woran es hapern könnte.

Ursula-Lilian Gall ist in keiner Partei Mitglied, weil sich diese Frage bisher nicht gestellt habe, wie sie sagt. Ein Parteibeitritt komme zurzeit auch nicht in Frage. Sie schliesse ihn aber auch nicht aus. Die Kandidatin siedelt sich im politischen Spektrum mitte-rechts an. Sie stamme aus einer Unternehmerfamilie, und wisse, was es bedeutet, Arbeitsplätze zu erhalten. Aber sie habe auch eine starke soziale Ader.

Erstellt: 07.11.2017, 14:53 Uhr

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