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Zürichsee-Cup feiert Premiere am linken Ufer

14 Mal trugen die Segelklubs aus der Region bisher den Zürichsee-Cup entlang der Goldküste aus. Nun ist das linke Ufer erstmals Standort. Dank des Husarenstücks eines Frauenteams der Seglervereinigung Thalwil.

Brachten den Zürichsee-Cup nach Thalwil: Klubpräsident Sven Heusser (mit Wanderpokal), Wettfahrtleiter Francis Théraulaz, OK-Mitglied Claudia Wieland, OK Präsident Fredi Selinger.
Brachten den Zürichsee-Cup nach Thalwil: Klubpräsident Sven Heusser (mit Wanderpokal), Wettfahrtleiter Francis Théraulaz, OK-Mitglied Claudia Wieland, OK Präsident Fredi Selinger.
Manuela Matt

Noch sind die Boote an diesem sommerlichen Nachmittag vor dem Klubhaus der Seglervereinigung Thalwil im Hafen vertäut. Kaum eine Brise weht, zum Segeln lädt der Zürichsee nicht ein. Am übernächsten Wochenende, vom 9. bis 11. Juni, herrscht jedoch an selber Stelle reger Betrieb.

Ein Regattafeld mit rund 45 Booten in den Kategorien Optimisten, Jollen und Jachten wird unter sich den Sieger des 15. Zürichsee-Cups ermitteln. «Wir sind bereit», sagt OK-Präsident Fredi Selinger. Die einzelnen Ressorts hätten einen guten Job gemacht. Selinger hat sich vor allem um das Sponsoring gekümmert. Er sei erfreut, dass dank der Sponsoren das Budget von rund 40 000 Franken erreicht worden sei.

Gut dotierter Anlass

Nebst einem ansehnlichen Preisgeld von 15 000 Franken – allein 4500 Franken kassiert der Sieger – wird auch um den Gewinn des Wanderpokals um die Wette gesegelt. Die Siegernamen sind seit der ersten Austragung im Jahr 1989 auf der Trophäe eingraviert. Mit dem Segelclub Stäfa, dem Yachtclub Herrliberg und dem Segelclub Männedorf kam ausschliesslich das rechte Ufer zu Ehren, ehe sich vor zwei Jahren erstmals das linke Ufer mit der Seglervereinigung Thalwil an die Spitze setzte.

«Wir erreichten zuvor mehrere Podestplätze, dann schlug unser Frauenteam zu», sagt OK-Mitglied Claudia Wieland. Im Einzelnen waren dies Simona Hegi im Optimist-Boot, Aurelia und Seraina Fischer auf der 420er Jolle sowie Skipperin Mara Bezel und ihr Team auf der Longtze Jacht, die 2015 die im Zweijahresturnus stattfindende Wettfahrt gewannen. Sie verwiesen die Stadtklubs Zürcher Yachtclub und Segelclub Enge auf die Ehrenplätze,

Goldküste nicht besser

Im Jahr 2007 einigten sich die Klubs um den See darauf, dass künftig jeweils der Sieger den nächsten Cup organisieren soll. So kam die Seglervereinigung Thalwil an die Reihe. Das Regelwerk spornte das OK zusätzlich an. «Mindestens die Hälfte aller Teammitglieder muss jünger als 21 sein. Für die kleinsten Boote, die Optimisten, liegt die Alterslimite bei 15 Jahren“, sagt Selinger. Diese Juniorenförderung sei der Seglervereinigung Thalwil wichtig, deshalb freue er sich besonders, den Anlass durchzuführen.

«Vielleicht segeln uns die Klubs von der Goldküste wirklich um die Ohren», sagt Wettfahrtleiter Francis Théraulaz zur bisherigen Dominanz der Boote vom rechten Ufer in der Geschichte des Cups. Er meint dies aber durch und durch ironisch und verweist darauf, dass sich die Seglervereinigung Thalwil im internationalen Vergleich rühmen kann, mit Yannick Brauchli einen Spitzensegler in seinen Reihen zu wissen, der in der 470er-Klasse zwei Mal an Olympia teilnahm und vor Jahresfrist in Rio de Janeiro als Neunter nur knapp ein olympisches Diplom verpasste.

«Stäfa, Herrliberg und wir Thalwiler legen grossen Wert auf die Nachwuchsförderung», fügt Claudia Wieland an und deutet an, dass auch der Titelverteidiger erneut ein Wörtchen um den Sieg mitreden will. Théraulaz betont zudem, dass der Zürichsee-Cup die Segelklubs der Region zusammenbringe und der Anlass der sportliche und gesellschaftliche Höhepunkt der Saison sei. Der Festwirtschaft, die im Zeichen griechischer Spezialitäten steht, kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu.

Bleibt für das OK und die Fans zu hoffen, dass an den Regatten, die in Sichtweite des Klubgebäudes auf einem Wendekurs spannende Wettfahrten versprechen, genügend Wind aufkommt – jedenfalls mehr, als an diesem schwülen Nachmittag. Ideal wären Windstärken von zwei bis vier Beauforts, das entspräche einer leichten bis mässigen Brise.

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