Wädenswil

Züri West schenkten Wädenswil ihr Herz

Am Festival Arx-en-ciel war alles grösser als in den Vorjahren: die ­Bühne, die Anzahl Zuschauer und der Bekanntheitsgrad des Headliners. Gleich blieben die gemütliche Atmosphäre und die Begeisterung des Publikums.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Lokalmatadoren Count Daisy eröffneten das Arx-en-ciel- Festival mit ihrer Mischung aus Hip-Hop, Soulklängen und Swingbeats vor einem noch relativ überschaubaren Publikum. Doch der Festplatz füllte sich schnell mit Musikfreunden jeden Alters, von der Familie mit Kleinkindern bis zu älteren Generationen. Diese nutzten die Pausen zwischen den einzelnen Acts dazu, sich auf einer der Sitzbänke direkt am See auszuruhen.

Genau diese Mischung macht den Charme dieses kleinen, aber feinen Festivals aus: die einzigartige Lage mit Blick in die Berge, eine familiäre Atmosphäre und hochkarätige Musik. Mit Re:Funk stand anschliessend eine neunköpfige Combo auf der Bühne, welche das Publikum mit Partystücken wie «I Feel Good» und «Sex Machine» zum Tanzen brachte. Bandleader Dario Milan sorgte mit italienischem Charme und viel Energie für den passenden Groove und stimmte das Publikum auf den Höhepunkt des Abends ein.

Kuno und Band präsentierten alte und neue Hits

Mit 1200 verkauften Eintritten sprengte das diesjährige Arx-en-ciel den bisherigen Rahmen bei weitem und war nahezu ausverkauft. Ein Grund dafür waren die Mundartrocker Züri West, welche die Festivalbesucher als Hauptact in Scharen anzogen und mit dem rockigen «Gange ohni z’gah» einen temporeichen Konzertstart hinlegten. Kuno Lauener zeigte sich bestens gelaunt und seine Aussage «Ich bin halt kein guter Entertainer» war das Understatement des Abends.

Der Frontmann unterhielt das Publikum mit Anekdoten aus seinem Privatleben genauso wie mit Geschichten aus über 30 Jahren Züri West. Er erzählte von seiner Begeisterung für Fussball und Rock ’n’ Roll und zeigte sich in vielen seiner Songs aus dem neusten Album «Love» von einer verletzlichen Seite. Seine Nonchalance, die rauchige Stimme und sein Sex-Appeal machen den 57-Jährigen auch heute noch zu einem charismatischen Bandleader. Mit seinem Kurzgedicht zu Wädenswil bewies er gar seine poetisch-humoristische Ader, dies sehr zur Erheiterung des Publikums: «Sukkulänte, Jasmine und Zypresse – mir si z Wädi, Schatz, das chasch vergässe!»

Richtig Vollgas gaben die Berner zum vermeintlichen Konzertschluss und bewiesen, dass sie die Aussage «Züri West ist eine alte Maschine, die läuft und läuft und läuft» ernst meinten: Bei den Klassikern wie «Fingt ds Glück eim?», «Echo» und «Traffik» tanzte und sang das Publikum begeistert mit und klatschte entsprechend enthusiastisch mehrere Zugaben heraus. Dabei durfte das legendäre «Ich schänke dir mis Härz» natürlich nicht fehlen, mit welchem die Band das Publikum zum Träumen brachte, um es danach mit «I ha di gärn gha» nochmals zum Mittanzen zu animieren. Zum Abschluss schlugen Kuno und Co. mit «Mojito» und «I verabschiede mi mau» ganz ruhige Töne an. Züri West liessen ihr Set stimmungsvoll ausklingen, bevor das Soulflip Orchestra mit seinem Elektro-Soul-Sound als letzter Act die Festivalbühne übernahm. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.07.2018, 09:27 Uhr

Artikel zum Thema

Extragrosse Bühne für Züri West am Arx-en-ciel

Wädenswil Züri West spielen am Samstag am Arx-en-ciel. Für eine Wädenswiler Band ist es eine grosse Ehre, beim Open Air dabei zu sein. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!