Richterswil

Zügeltermin für Bewohner des Etzelblicks steht fest

Ende Jahr ziehen die Bewohner des Wohn- und Pflegezentrums Etzelblick in das Provisorium in Samstagern. Anschliessend wird mit dem Neubau an der Gartenstrasse begonnen.

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Ein gewohntes Umfeld gibt betagten Menschen Sicherheit. Doch die Bewohner des Wohn- und Pflegezentrums Tertianum Etzelblick müssen nun ausziehen, denn das Gebäude an der Gartenstrasse im Richterswiler Dorfzentrum ist in die Jahre gekommen. Auch wenn die Bewohner, die von den Tertianummitarbeitern als Gäste bezeichnet werden, nur ungern das Gebäude verlassen, muss es nun einem Neubau weichen und die Bewohner müssen sich auf einen Umzug vorbereiten. Ihr neues Zuhause für die nächsten zwei Jahre wird ein Pavillon in Samstagern sein. Dieser befindet sich derzeit noch neben dem Bahnhof in Rüschlikon.

«Die Einsprachefrist für den Pavillon ist bereits abgelaufen», sagt Marianne Häuptli, Mitglied der Tertianum Geschäftsleitung. Anfang Juli kann somit das Fundament für das vorübergehende Zuhause gegossen werden, das am 22. Juli an der Haslenstrasse 8 in Samstagern montiert werden soll. «Wir hoffen, Mitte Oktober den Pavillon in Samstagern einrichten zu können», sagt Häuptli. Das vorübergehende Zuhause der Senioren wird komplett mit neuen Möbeln ausgestattet. Denn die Betten, Stühle und Schränke des alten Standorts seien laut Häuptli in die Jahre gekommen und müssten erneuert werden. Der Umzug ist auf den 4. November terminiert. «Die Tertianum-Verantwortlichen werden diesen eng begleiten, damit dieser für die Gäste so angenehm wie möglich über die Bühne geht», sagt Häuptli.

Mehr Platz im Pavillon

Ganz ohne Sorgen sehen die Etzelblickbewohner dem Umzugstermin nicht entgegen. «Werde ich am neuen Ort ebenfalls so viel Platz haben wie jetzt oder muss ich mich dann einschränken?» oder «Muss ich mir mein Zimmer mit jemandem teilen?», sind Fragen, die häufig an Stefan Hartmann, Geschäftsführer des Tertianum Etzelblick, herangetragen werden. Er kann sie aber beruhigen: «Die Bewohner werden sogar mehr Platz vorfinden als bisher und jeder, der ein Einzelzimmer hat, wird auch eins im Pavillon bekommen», sagt Hartmann.

«Die Bewohner werden sogar mehr Platz vorfinden als bisher und jeder, der ein Einzelzimmer hat, wird auch eins im Pavillon bekommen.»Stefan Hartmann, Geschäftsführer des Tertianum Etzelblick

Ausserdem werden am vorübergehenden Standort eine Demenzstation und ein Restaurant mit einer Terrasse im Grünen vorhanden sein. «Insgesamt erhalten unsere Gäste und auch unsere Mitarbeitenden am vorübergehenden Standort eine Aufwertung, was den Platz, die Ausstattung und die Infrastruktur anbelangt», sagt Stefan Hartmann. Dass die Bewohner dann nicht mehr im Dorfzentrum zuhause sind, scheint sie weniger zu stören. «Ein grösseres Problem wäre für sie der Wechsel in eine andere Gemeinde gewesen», sagt Hartmann.

Sobald der Pavillon in Samstagern bezogen ist, werde die Bauherrin, die Swiss Prime Site (SPS) mit dem Abbruch der Liegenschaft an der Gartenstrasse beginnen, sagt Marianne Häuptli. Auch hier seien keine Rekurse eingegangen und dem Neubau des Wohn- und Pflegezentrums stehe nichts mehr im Weg. Entstehen werden auf dem 6700 Quadratmeter grossen Areal an der Gartenstrasse vier Gebäude mit 24 altersgerechten Wohnungen und 64 Pflegeplätzen. Das Pflegezentrum soll das Hauptgebäude in der Mitte des Areals bilden. Nordöstlich entstehen zwei vierstöckige Häuser mit Alterswohnungen. Im Erdgeschoss ist ein Gastronomiebetrieb mit Küche, ein Gastraum, der sich zu einer Mehrzweckhalle umfunktionieren lässt, und eine Demenzabteilung vorgesehen. Die Bauherrschaft plant einen grosszügigen Grünbereich um die Gebäude.

Halsenweg 8 in Samstagern: Geplanter Provisoriums-Standort.

Tarife beibehalten

Die rund 30 Bewohner, die in zirka zwei Jahren aus dem Pavillon zurück in den Neubau zügeln werden, müssen keine Tariferhöhung befürchten. «Trotz Neubau werden sie genau den gleichen Tarif bezahlen, wie bis anhin», sagt Häuptli. Generell werden sich die Tarife im mittleren Preissegment befinden. Vorrang für eine Aufnahme in das neue Wohn- und Pflegezentrum haben die Einwohner von Richterswil.

Über ein neues Wohn- und Pflegezentrum an der Gartenstrasse diskutieren die Richterswiler schon seit mehr als 10 Jahren. Erst seit dem Verkauf des Grundstücks an die Swiss Prime Site (SPS) im Jahr 2016 kam das Projekt ins Rollen und kann voraussichtlich 2021 abgeschlossen werden.

Erstellt: 01.07.2019, 16:43 Uhr

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