Winterdienst

Winterdienste sind für kalten Winter gerüstet

Damit Strassen und Wege trotz Schneefall benutzbar bleiben, stehen die Werkhof-Arbeiter der Gemeinden im Dauereinsatz. Diese Arbeit zu bewältigen erfordert dabei nicht nur frühes Aufstehen, sondern auch eine effiziente Vorgehensweise.

Bei Schneefall stehen die Mitarbeiter der Winterdienste – wie hier in Thalwil – mit ihren Fahrzeugen im Dauereinsatz.

Bei Schneefall stehen die Mitarbeiter der Winterdienste – wie hier in Thalwil – mit ihren Fahrzeugen im Dauereinsatz. Bild: Archiv / zsz

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Nachdem der Schnee im Dezember des letzten Jahres im Flachland grösstenteils ausblieb, erwartete einen heuer bereits an einigen Morgen eine weisse Schneelandschaft. Was bei manchen für Begeisterung sorgen dürfte, hat bei anderen eine kurze Nacht zur Folge: Die Mitarbeitenden der Winterdienste in den Gemeinden stehen bei Schneefall, Frost oder Eis schon zu früher Stunde – teilweise bereits um drei Uhr – bereit, um die Strassen und Wege davon zu befreien.

«Der jeweilige Einsatzleiter muss in der Nacht überprüfen, ob der Winterdienst aufgeboten werden muss», erklärt Oliver Vogt, Leiter der Unterhaltsdienste in Wädenswil. Sollte der Einsatzleiter zum Schluss kommen, dass eine Räumung nötig ist, müssen die Arbeiter der Werkhöfe schnell auf der Matte stehen. «Unsere Mitarbeiter haben Pikettdienst in den Winternächten», sagt auch Beat Frei, Leiter Unterhalt in Meilen. Um die anfallende Arbeit bewältigen zu können, reichen die Mitarbeiter der Werkhöfe in den durch die ZSZ befragten Gemeinden trotz langen Arbeitszeiten aber nicht aus: Die Gemeinden müssen für den Winterdienst externe Arbeiter herbeiziehen.

ÖV-Strecken haben Priorität

Für die Räumung der unbefahrbaren Wege und Treppen ist Handarbeit mit der Schaufel gefragt. Für die Strassen und Trottoirs stehen hingegen sowohl Kommunalfahrzeuge als auch Lastwägen und Traktoren im Einsatz. Markus Rüegg, Leiter Unterhalt Strassen in Thalwil, sagt: «Für den Winter statten wir ausserdem unsere grossen Rasenmäher mit einem Pflug und einem Salzstreuer aus.» Aber auch bei den Fahrzeugen reichen die Ressourcen der Werkhöfe alleine oft nicht für den Winterdienst aus; manche Gemeinden nehmen für das Pflügen und Salzen auch externe Fahrzeuge in Anspruch.

Die für den Strassenunterhalt zuständigen Personen sind sich einig, welche Strecken Vorrang bei der Räumung haben: Die Strassen, auf denen Busse unterwegs sind, müssen zuerst vom Schnee befreit werden, sagen die Leiter der Unterhaltsdienste in Küsnacht, Meilen, Thalwil und Wädenswil. «Auch die Wege, die zum Bahnhof oder den Busstationen führen, müssen am Morgen gut begehbar sein», sagt Beat Frei. Weiter stehen bei allen befragten Gemeinden sowohl die Hauptverkehrsachsen als auch die steilen Strassen und Wege oben auf der Prioritätenliste.

Streusalz in Silos gelagert

Das Streusalz für den Winter haben die Gemeinden schon seit dem Sommer in Silos gelagert. In Thalwil und Wädenswil sind es jeweils 100 Tonnen, die für den Einsatz bereitstehen. In Küsnacht lagern 134 und in Meilen 150 Tonnen in Silos. Diese Mengen reichen bei einem milden Winter aus, erklären die Leiter der Unterhaltsdienste. Sollte allerdings ein intensiver Winter bevorstehen, muss bei den Schweizer Salinen nachbestellt werden. Das laufe problemlos ab. Nur der Preis sei im Winter wegen der hohen Nachfrage teurer, daher werde der Grundbestand bereits im Sommer bestellt.

Um den Verbrauch an Salz niedrig zu halten, haben die Gemeinden verschiedene Massnahmen getroffen. Beat Frei, Leiter Unterhalt in Meilen, berichtet: «Quartierstrassen ohne grosses Gefälle salzen wir nur in geringem Mass.» Oliver Vogt sagt, dass sie in Wädenswil auf präventives Salzen verzichten, wodurch der Verbrauch so tief wie möglich gehalten werden könne. Die Leiter der Unterhaltsdienste in Thalwil und Küsnacht verweisen auf die Dosiergeräte, die am Salzstreuer angebracht sind. «Unabhängig von der Geschwindigkeit des Fahrzeugs kommt so immer dieselbe Menge Salz», erklärt Caspar Maag, Leiter Unterhalt in Küsnacht.

Auf alles vorbereitet

Wie viel es diesen Winter zu salzen gibt, wird sich zeigen. «Was noch kommt, wissen nur die Muotataler Wetterfrösche», scherzt Caspar Maag. Auch die anderen Leiter der Winterdienste wollen diesbezüglich noch keine Prognose machen. Sie seien aber auf alle Fälle vorbereitet. Trotz des grossen Arbeitsanfalls würde sich Beat Frei über einen schneereichen Winter freuen: «Unsere Mitarbeiter machen den Winterdienst gerne, solange es nicht konstant durchschneit.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.12.2017, 15:30 Uhr

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