Adliswil

Wie weiter mit dem Quartierprojekt für Senioren?

Die Stadt und Pro Senectute haben vor fünf Jahren im Quartier Rellsten-Zopf-Oberleimbach eine Aktion gestartet, um Menschen besser zu vernetzen. Nun endet die Kooperation. Doch das Projekt soll weitergehen.

Renato Günthardt (SVP), Stadtrat und Ressortvorsteher Soziales: «Wir konnten den Zusammenhalt im Quartier stärken und viele Ziele, die wir uns gesetzt haben, erreichen.

Renato Günthardt (SVP), Stadtrat und Ressortvorsteher Soziales: «Wir konnten den Zusammenhalt im Quartier stärken und viele Ziele, die wir uns gesetzt haben, erreichen.

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«Quartiers Solidaires» heisst ein grosses Projekt in der Romandie, das älteren Quartierbewohnern ermöglicht, ihre Umgebung aktiv mitzugestalten. Eine analoge Aktion hat die Stadt Adliswil zusammen mit der Pro Senectute des Kantons Zürich vor fünf Jahren im Quartier Rellsten-Zopf-Oberleimbach ins Leben gerufen. Es sollte älteren Menschen helfen, sich ein soziales Netzwerk in der nächsten Umgebung aufzubauen und zu pflegen. Die Zusammenarbeit der Stadt und Pro Senectute war von Anfang an darauf ausgelegt, dass die Quartierbewohner das Projekt nach fünf Jahren selbstständig weiterführen. Per Ende April ist die Pilotphase nun zu Ende.

Während der letzten fünf Jahre ist unter anderem ein Treffpunkt unterhalb des Altersheims Im Ris in Leimbach entstanden, der jeweils am Dienstagnachmittag und am Mittwochmorgen geöffnet hatte. Die Quartierbewohner haben zusammen gejasst, sind gemeinsam durch die Strassen spaziert, haben Suppe gekocht, Adventsfenster gestaltet, ein Weihnachtsessen organisiert oder sich zu einem Gespräch über das Dorfleben getroffen. Dabei haben nicht nur Senioren den Quartiertreffpunkt frequentiert. Auch Jüngere kamen vorbei, um einen Kaffee zu trinken. Einmal im Jahr fand ein grösseres Quartierforum zu verschiedenen Themen statt.

Zusammenhalt gestärkt

Renato Günthardt (SVP), Stadtrat und Ressortvorsteher Soziales, zieht ein positives Fazit: «Wir konnten den Zusammenhalt im Quartier stärken und viele Ziele, die wir uns gesetzt haben, erreichen. Neben den Projektverantwortlichen zeigten auch die Quartierbewohner ein grosses Engagement.» Auch wenn die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Adliswil und Pro Senectute nun endet, soll das Projekt weitergehen. Es ist vorgesehen, dass künftig der Quartierverein Oberleimbach die Koordination und Planung der Anlässe übernimmt.

Wie Renato Günthardt sagt, diskutiere die Exekutive derzeit, in welchem Ausmass eine zukünftige Unterstützung durch die Stadt erfolgen kann. Günthardt kann sich neben einem finanziellen Zustupf auch vorstellen, dass die Stadt gemeinsam mit dem Verein Anlässe organisiert oder diesem bei der Organisation unter die Arme greift. Über die Art und Weise, wie die Aktion konkret fortgeführt werden soll, wird die Stadt an der Schlussveranstaltung des Quartierforums Ende März informieren.

An anderen Orten denkbar

Das soziale Zusammenleben und die Gemeinschaftlichkeit in den Quartieren zu stärken, hat sich der Stadtrat auch zu einem seiner Legislaturziele erklärt. «Es ist wichtig, dass wir auch künftig Raum für Treffen, Anlässe und Informationen haben.» Der Stadtrat überlege sich nun Massnahmen, wie er dies auch in den anderen Quartieren erreichen kann. «Dabei helfen uns sicher auch die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Pilotprojekt in Rellsten-Zopf-Oberleimbach», sagt Günthardt. Zu den konkreten Massnahmen in den anderen Quartieren wird sich der Stadtrat äussern, sobald er die Umsetzung des entsprechenden Legislaturziels ausgearbeitet hat.

Auch die Pro Senectute zieht eine erste Bilanz. «Wir haben die Zielbevölkerung gut erreicht», sagt Monica Flückiger, Abteilungsleiterin Marketing und Kommunikation der Pro Senectute Kanton Zürich. Einzig Menschen mit starken physischen oder psychischen Beeinträchtigungen einzubeziehen, sei teilweise schwierig gewesen.

Erstellt: 14.02.2019, 10:03 Uhr

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