Wädenswil

«Werkstadt Zürisee» hat weitere Hürde genommen

Der geplante Gewerbepark «Werkstadt Zürisee» steht jetzt auf soliden Beinen: Der öffentliche Gestaltungsplan über das Areal nahe der Autobahn ist rechtskräftig. Dass dies bereits jetzt der Fall ist, ist nicht selbstverständlich.

Der Gewerbepark soll auf dem Rütihof-Areal neben der Autobahn entstehen.

Der Gewerbepark soll auf dem Rütihof-Areal neben der Autobahn entstehen. Bild: Archiv ZSZ

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Um den Gewerbepark «Werkstadt Zürisee» ist in den letzten zwei Jahren heftig gestritten worden. Zuerst bekämpften Gegner den Kauf des 40000 Quadratmeter grossen Gebietes nahe der Autobahn durch die Stadt Wädenswil mit einem Referendum. Und nachdem das Stimmvolk den Kauf des Landes für 23 Millionen Franken bewilligt hatte, erhoben sie Beschwerde gegen den Volksentscheid, allerdings ohne Erfolg.

Im Januar behandelte schliesslich das Parlament den öffentlichen Gestaltungsplan. Wieder gab es Opposition. Die Grünen drohten, eine Volksabstimmung herbeizuführen, falls ein Wärmeverbund nicht zwingend vorgeschrieben wird. Die GLP, die dem Projekt ohnehin kritisch gegenübersteht, hatte angekündigt, ein Referendum zu unterstützen. Das Parlament setzte den öffentlichen Gestaltungsplan «Werkstadt Zürichsee» fest, das Referendum wurde aber nicht ergriffen. Im Mai genehmigte ihn auch die Baudirektion des Kantons Zürich. Dagegen hat niemand rekurriert. Kürzlich hat die Stadt Wädenswil publik gemacht, dass der Gestaltungsplan definitiv in Kraft getreten ist.

Meilenstein erreicht

«Wir sind überglücklich, dass alles über die Bühne gegangen ist», sagt Stadtrat Heini Hauser (SVP), «dies ist ein Meilenstein.» Der Gestaltungsplan löse die bisherige Planungszone ab, erklärt er. Das bedeute, dass das Areal nur gemäss den Vorgaben des Gestaltungsplanes überbaut werden darf. Gemäss Gestaltungsplan sind Gewerbe- Handels- sowie Dienstleistungsbetriebe erlaubt. Bildungsinstitutionen sowie Einrichtungen für die Quartierversorgung wie ein Kiosk oder ein Kinderhort sind ebenfalls möglich. Ausgeschlossen ist hingegen ein Einkaufszentrum. Ein solches zu verhindern, war einer der Gründe, wieso die Stadt Wädenswil das Projekt für einen Gewerbepark lanciert hatte.

Auch wenn die Wädenswilerinnen und Wädenswiler den Kauf genehmigten, gehört das Land der Stadt noch nicht. Sie kann gemäss Vertrag mit den Eigentümern ihr Kaufrecht im Herbst einlösen. Dies sei nach wie vor das Ziel, sagt Heini Hauser.

Verträge pendent

Die Stadt ist auch beim Verkauf des Landes an das Gewerbe einen Schritt weiter. Sie will es kostendeckend am Laufmeter veräussern. Die Interessenten hätten die Verkaufsdokumentationen erhalten, sagt Stadtrat Heini Hauser. Zudem seien sie im Besitz der Reservationsverträge. Bis Ende Sommer haben sie Zeit, diese zu unterschreiben. Der Quadratmeterpreis für erschlossenes Bauland liege wie ursprünglich angekündigt bei durchschnittlich 980 Franken, sagt er. Darin enthalten sind die Kosten für die Erschliessung, für zusätzliche Parkplätze und für Lagerfläche.

Nach wie vor gebe es eine stattliche Zahl an Interessenten, sagt Heini Hauser. Gewissheit habe die Stadt aber erst, wenn die unterschriebenen Verträge eingingen. Kritiker hatten in der Vergangenheit immer wieder bemängelt, es gebe nicht genügend ernsthafte Interessenten. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 27.07.2016, 15:16 Uhr

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