Horgen

Wenn Christbäume zum Himmel lodern

Feuriger Abschied vom Weihnachtsbaum: Am kommenden Freitag lädt der Verein Stützpunktfeuerwehr Horgen-Hirzel zum öffentlichen Christbaumverbrennen ein. Vorläufig zum letzten Mal.

Statt den Christbaum einfach auf den Kompost zu werfen, bietet man in Horgen eine stimmungsvollere Variante des Abschieds – das Christbaumverbrennen.

Statt den Christbaum einfach auf den Kompost zu werfen, bietet man in Horgen eine stimmungsvollere Variante des Abschieds – das Christbaumverbrennen. Bild: Archiv André Springer

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Wenn Christbäume nach den Feiertagen Feuer fangen, brennen sie lichterloh. Hauptmann Jürg Hobi, Ausbildungschef bei der Stützpunktfeuerwehr Horgen-Hirzel, warnt sogar: «Wenn ein Christbaum in der guten Stube Feuer fängt, packen Sie am besten die Kinder, rennen davon, schliessen die Türen und rufen die Feuerwehr». Er weiss, dass die Leute dies fälschlicherweise als übertriebene Warnung erachten und sich mit Wasserkübeln oft selber gegen die «explodierenden Bäume» wehren wollen. Das sei aber nicht ratsam.

Ursprünglich zur Prävention

Das öffentliche Christbaumverbrennen, vom Feuerwehrverein vor vierzehn Jahren initiiert, war aufgrund des Wissens um die Gefährlichkeit der ausgetrockneten Christbäume darum ursprünglich ein Präventionsanlass. Feuerwehrleute luden zum gemeinsamen Verbrennen der abgetakelten Bäume auf einem Scheiterhaufen ein, um der Bevölkerung das Prozedere zu zeigen. Dieses findet seit dem Start im Jahr 2004 stets am ersten Freitag nach dem Dreikönigstag statt, da viele Leute bis zu diesem Termin den Weihnachtsbaum behalten. Je nach Witterung werden zwischen fünfzig und hundert Bäume gebracht, die geordnet und von der Feuerwehr überwacht nacheinander ins Feuer geworfen werden.

Jürg Hobi: «Die Idee zu einer solchen ´Demo´ erhielt ich von der Feuerwehr Oberglatt, die schon vor vielen Jahren einen solchen Anlass organisierte». Auch im Bezirk Horgen gibt es weitere Veranstaltungen dieser Art: Auch auf dem Hirzel werden Christbäume gemeinsam verbrannt, dies allerdings auf offenem Feld.

Heute ein geselliger Anlass

Heute ist das öffentliche Christbaumverbrennen im Müllital hinter dem Käpfner Schiessstand ein geselliger Anlass. Der Feuerwehrverein lädt ihre Feuerwehrleute, deren Angehörige und die Bevölkerung dazu ein, ihren Christbaum vorbeizubringen und den Flammen zu übergeben. Zu lüpfiger «Apès-Ski-Musik» werden ferner Grillwürste und Getränke verkauft. Der Anlass wird heuer allerdings zum letzten Mal durchgeführt. Hobi nennt dafür keinen besonderen Grund: «Wir möchten einfach wieder einmal etwas Neues anbieten». Ideen gebe es viele. Sie seien aber noch nicht spruchreif.

Die Gespräche werden sich aber auch am kommenden Freitag beim letzten Horgner Christbaumverbrennen um Fragen rund um die bedrohlichen Brandherde drehen. Jürg Hobi ist froh, dass Christbaumbrände in Wohnungen heute zwar seltener geworden sind. Die Gefahr laure heute eher in den Adventskränzen: Diese seien nach den Festtagen völlig ausgetrocknet und würden oft weniger überwacht als Christbäume. Es komme darum nicht selten vor, dass Adventskränze dann buchstäblich ein letztes Mal angezündet, respektive abgefackelt würden. Solch unliebsame Brände will die Feuerwehr möglichst verhindern.

12. Januar, ab 17 Uhr, Müllital, hinter dem Käpfner Schiessstand, Horgen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.01.2018, 14:58 Uhr

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