Thalwil

Wegen Pilzbefall müssen Dutzende Bäume gefällt werden

Im Banneggwald oberhalb der Familiengärten im Böni sind rund 50 Eschen von einem Pilz befallen. Bevor die Bäume zur Gefahr für Waldbesucher werden, müssen sie weg.

Hasi Schwarzenbach gehört zu den Eigentümern des Banneggwalds, in welchem bald rund 50 grün markierte Eschen gefällt werden.

Hasi Schwarzenbach gehört zu den Eigentümern des Banneggwalds, in welchem bald rund 50 grün markierte Eschen gefällt werden. Bild: Manuela Matt

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Unter Spaziergängern ist er als Naherholungsgebiet äusserst beliebt: Der Banneggwald in Thalwil, gelegen zwischen der Autobahn und dem Gewerbegebiet Böni. Spaziert man von der Bannegghütte in Richtung Oberriedner Schützenhaus, fällt auf, dass entlang jener Strecke zahlreiche Eschen markiert sind. «Diese Bäume sind krank und sterben in den nächsten ein bis drei Jahren ab», erklärt Hasi Schwarzenbach, Präsident der Holzkorporation Bannegg, welcher der naturnahe Produktionswald gehört. Die rund 50 Eschen seien von einem Pilz befallen. «Dieser verstopft die Transportleitungen, die die Nährstoffe von den Wurzeln bis in die Äste führen.» Ein Blick in die Kronen macht dies schnell deutlich: Während andere Bäume noch viel Laub tragen, hängen an zahlreichen Eschen schon keine Blätter mehr: ein klares Sym­ptom der Eschenwelke, so Schwarzenbach.

Sicherheit geht vor

Der Pilz könnte sich auf weitere Eschen ausbreiten. Eine wirkungsvolle Massnahme zur Bekämpfung des Eschentriebsterbens gibt es nicht. Die Holzkorporation Bannegg, die aus 17 Teilhabern besteht, hat deshalb entschieden, die bis zu 90-jährigen Bäume im kommenden Winter fällen zu lassen. Ein genaues Datum ist noch nicht bestimmt. Das Erscheinungsbild des zurzeit dichten Waldabschnitts wird sich damit unübersehbar ändern. Doch die Sicherheit der Waldbesucher sei wichtiger als das Aussehen der betroffenen Waldfläche, sagt Schwarzenbach, denn: «Die kranken Bäume könnten Äste verlieren oder sogar ganz umkippen. Dieses Risiko wollen wir an diesem stark frequentierten Waldweg keinesfalls eingehen.»

Hasi Schwarzenbach lässt die Bäume trotzdem nur mit Wehmut absägen. «Viele dieser Eschen hätten in etwa zehn Jahren ihre Schlagreife erreicht und bis dahin noch einiges an Kubikmetern Holzmasse zulegen können.» Somit wäre auch der finanzielle Wert noch gestiegen. Nun aber dürfte der Ertrag gerade reichen, um die Kosten für die notwendigen Fällarbeiten zu decken.

Dennoch hat das Eschentriebsterben im Banneggwald auch einen positiven Effekt: Dort, wo Eschen entfernt werden, entsteht mehr Platz für andere Bäume. Dies ermögliche beispielsweise jungen Pflanzen ein gesundes Wachstum, weil sie mehr Licht aufnehmen könnten, sagt der Korporationspräsident. «Der Wald wächst zum Glück so schnell nach, dass die Spuren der anstehenden Fällaktion innert weniger Jahre verschwunden sein werden.» ()

Erstellt: 09.10.2015, 09:16 Uhr

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