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Wädenswiler Stadtpräsident sagt häuslicher Gewalt den Kampf an

Philipp Kutter fordert nach dem Tötungsdelikt in der Au und dem «Fall Frankfurt» zusätzlichen Schutz vor häuslicher Gewalt.

Philipp Kutter fordert zusätzliche gesetzliche Massnahmen zum Schutz vor häuslicher Gewalt.
Philipp Kutter fordert zusätzliche gesetzliche Massnahmen zum Schutz vor häuslicher Gewalt.
Archiv/Manuela Matt

Am vergangenen Sonntag erstach im Wädenswiler Ortsteil Au ein 33-Jähriger seine 24-jährige Ehefrau. Am Dienstag wurde bekannt, dass der Mann, der Anfang Woche in Frankfurt einen Knaben vor einen Zug gestossen hatte, in der Woche zuvor im Ortsteil Schönenberg seine Familie eingesperrt und bedroht hatte.

Stadtpräsident und Nationalrat Philipp Kutter (CVP) will sich nun auf eidgenössischer Ebene dem Thema häuslicher Gewalt annehmen. «Dass die Fälle beide in Wädenswil geschahen, ist ein Zufall», sagt Kutter.

Frankfurter Fall hat sensibilisiert

Aber: Gerade der Fall des Eritreers in Schönenberg habe ihm gezeigt, dass man auf Gesetzesebene zusätzliche Massnahmen treffen müsse. «Häusliche Gewalt müssen wir auch als Warnsignal für weitere Taten sehen», sagt der Stadtpräsident.

Kutter verwehrt sich aber dem Eindruck, aus dem Frankfurter Fall Kapital schlagen zu wollen. «Aus meiner Sicht ist es falsch und polemisch zu sagen, alle Eritreer müssten jetzt zurück in ihr Heimatland». Es sei aber genauso falsch zu sagen, die Tat habe mit Flüchtlingspolitik nichts zu tun. «Ich möchte hier genau hinschauen und die Aufarbeitung des Falles abwarten.» Kutter will den Vorstoss zum Schutz vor häuslicher Gewalt in den nächsten Wochen einreichen.

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