Wädenswil

Wädenswiler Bahnhof dürfte ein zusätzliches Perron erhalten

Die Ankündigung des Bundes, dass der Bahnhof Wädenswil ausgebaut werden soll, hat überrascht. Der Stadtpräsident hofft, dass das Platzproblem angepackt wird. Denkbar ist, dass das Gleis 4 aktiver genutzt wird.

Bedarf herrscht am Bahnhof Wädenswil vor allem Richtung Seeplatz. Das Ausweichgleis 4 dürfte wohl aktiver genutzt werden.

Bedarf herrscht am Bahnhof Wädenswil vor allem Richtung Seeplatz. Das Ausweichgleis 4 dürfte wohl aktiver genutzt werden. Bild: Moritz Hager

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Es kann ganz schön eng werden am Bahnhof Wädenswil. Wenn am Abend der Pendlerstrom durch die Unterführung fliesst oder wenn am Morgen das Perron so überfüllt ist, dass man in der Unterführung auf den Zug warten muss. Doch jetzt kommt Hoffnung auf. Im Ausbauschritt 2035, einem Programm für 12 Milliarden Franken, hat der Bund unter anderem angekündigt, dass der Bahnhof ausgebaut werden soll.

Vorgesehen sind «Aussenperrons, die Anpassung der Unterführung und ein barrierefreier Perronzugang». Konkreter wird das Bundesamt für Verkehr (BAV) auf Nachfrage nicht. Mediensprecher Urs Saladin stellt nur klar, dass die Perronhöhe so angepasst werden muss, dass ein stufenloser Einstieg in den Zug möglich und, dass der Zugang zu den Perrons via Rampen und Lift gewährleistet ist. Die Medienstelle der SBB lässt ausrichten, dass man die Stossrichtung von «2035» begrüsst und die Vorlage nun im Detail prüfen werde.

«Höchste Zeit»

Die Stadt Wädenswil ist in den Tagen vor der Bekanntmachung über die Pläne des Bundes informiert worden, sagt Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP). Details sind aber auch ihm keine bekannt. Kutter zeigt sich erfreut, sagt aber auch: «Es ist höchste Zeit, dass der Bund handelt». Denn der Stadtpräsident kann einiges aufzählen, was am Bahnhof verbessert werden müsste. Die Hauptunterführung hält er für zu knapp dimensioniert.

Ebenso sei das Mittelperron bei den Gleisen 2 und 3 zu schmal, meint Kutter. «Das führt regelmässig zu gefährlichen Situationen». Ein Dorn im Auge ist dem Stadtpräsidenten auch der Lift, der auf das Mittelperron führt. Dieser sei zu langsam, was dazu führe, dass Personen im Rollstuhl oder mit Kinderwagen öfters ihren Zug verpassen, so Kutter. Zudem sei der Lift pannenanfällig.

Die ominösen Aussenperrons

Ein grosses Fragezeichen bei der Neukonzipierung des Bahnhofs Wädenswil sind die geplanten Aussenperrons. Zurzeit kann nur spekuliert werden, was genau gebaut werden soll. Beim BAV heisst es, dass die Frage noch nicht beantwortet werden könne. «Das Variantenstudium ist noch nicht abgeschlossen».

Heute ist es so, dass auf der Seeseite kein Aussenperron existiert. Angrenzend an das Gleis 4 folgt nur ein Geländer, danach der Seeplatz. Für Stadtpräsident Philipp Kutter ist eine Variante mit neuem Perron durchaus denkbar. Wie Kenner der Materie gegenüber der ZSZ sagen, ist eine weitere Variante denkbar. Gemäss dieser würde das Mittelperron aufgehoben und je ein neues Perron zwischen den Gleisen 3 und 4 und den Gleisen 1 und 2 installiert. Auch auf diese Weise könnte das Gleis 4 genutzt werden. Der Eingriff wäre aber wohl deutlich grösser, wie bei der ersten Variante. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.10.2017, 17:07 Uhr

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