Weihnachten

Vor Weihnachten geht bei der Post die Post ab

Wird am linken Seeufer ein Paket verschickt oder online eine Bestellung getätigt, landet die Sendung früher oder später einmal in der Verteilbasis Wädenswil. Jetzt vor den Feiertagen herrscht dort besonders emsiges Treiben.

Von Besinnlichkeit keine Spur: In den Distributionszentren Wädenswil und Hinwil (im Bild) der Schweizerischen Post herrscht dieser Tage Hochbetrieb.

Von Besinnlichkeit keine Spur: In den Distributionszentren Wädenswil und Hinwil (im Bild) der Schweizerischen Post herrscht dieser Tage Hochbetrieb. Bild: Michael Trost

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Damit bei Herrn und Frau Schweizer alle Weihnachts­geschenke pünktlich unter dem Christbaum liegen, arbeitet die Schweizerische Post auf Hochtouren. Bis zu einer Million Pakete verarbeitet das Unternehmen derzeit täglich. Das sind gut 50 Prozent mehr als während des Rests des Jahres. Auch in der Verteilbasis Wädenswil, von wo aus die Pakete ans linke Zürichseeufer ausgeliefert werden, herrscht dieser Tage emsiges Treiben.

«Vor dem Weihnachtsfest liefern wir täglich rund 5000 Pakete mehr aus als unter dem Jahr», erklärt Markus Werner, Verantwortlicher regionale Kommunikation Nord bei der Post. Für die Angestellten ist dies gleichbedeutend mit einem Ferienstopp ab Mitte November. Statt der üblichen 58 werden in dieser Zeit 73 Touren in die verschiedenen Gemeinden gefahren. Zudem müssen die Paketboten statt der im Normalbetrieb üblichen 250 Päck­li dieser Tage rund 350 Sendungen pro Tour ausliefern. Oftmals sind sie dafür mehr als zehn Stunden unterwegs.

Mehr Personal und Fahrzeuge

Zwar beschäftige man während der Vorweihnachtszeit zu den 90 festen Mitarbeitern fünf zusätzliche temporäre Arbeitskräfte im Betrieb, erklärt Werner, diese würden aber vorwiegend im Innendienst eingesetzt. «Für eine derart kurze Zeit lohnt es sich schlicht nicht, jemanden als Paket­boten anzulernen.»

«Für eine derart kurze Zeit lohnt es sich schlicht nicht, jemanden als Paket­boten anzulernen.»Markus Werner, Verantwortlicher regionale Kommunikation Nord bei der Post

Um die vorweihnachtliche Pa­ke­t­flut zu bewältigen, muss die Post aber nicht nur bei den Mitarbeitern, sondern auch bei den Fahrzeugen aufrüsten. So stehen am linken Zürichseeufer derzeit neben den bekannten gelben Lieferwagen auch rund ein Dutzend zugemietete weisse und schwarze Kastenwägen im Einsatz.

Der Onlinehandel boomt

Der mit Abstand grösste Kunde der Schweizerischen Post ist inzwischen der deutsche Online-Versandhändler Zalando. Auf dem zweiten Platz folgt mit Digitec Galaxus der grösste Onlinehändler der Schweiz. «Traditionelle, von Hand eingepackte Geschenke sehen wir bei uns dafür immer weniger», sagt Werner.

Auch die Zahlen sprechen eine klare Sprache: «Derzeit steigt das jährliche Paketvolumen um rund sechs bis sieben Prozent.» Demgegenüber stehen rückläufige Zahlen bei der Briefpost. Pro Jahr würden rund drei bis fünf Prozent weniger Briefe verschickt, erzählt Werner. Der Post geht die Arbeit vorderhand aber noch nicht aus.

Erstellt: 18.12.2018, 15:20 Uhr

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