Oberrieden

Vier Neue schaffen den Sprung in den Oberriedner Gemeinderat

An den Gemeinderatswahlen in Oberrieden kam es zu einer Überraschung: Der bisherige Finanzvorsteher Roger Müller (SVP) scheidet als Überzähliger aus der Behörde aus.

Viele neue Gesichter im Oberriedner Gemeinderat
(von links): Manuel Strickler (SP), Jean-Luc Meier (FDP), Verena Reichmuth-Graf (parteilos), Urs Klemm (parteilos), Martin Arnold (SVP), Sandra Burlet Pavone (FDP) und Reto Wildeisen (FDP) bilden die neue Exekutivbehörde.

Viele neue Gesichter im Oberriedner Gemeinderat (von links): Manuel Strickler (SP), Jean-Luc Meier (FDP), Verena Reichmuth-Graf (parteilos), Urs Klemm (parteilos), Martin Arnold (SVP), Sandra Burlet Pavone (FDP) und Reto Wildeisen (FDP) bilden die neue Exekutivbehörde. Bild: André Springer

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Der Gemeinderat Oberrieden zeigt ein neues Gesicht: Gleich vier Amtsinhaber wurden neu in die Behörde gewählt. Mit Sandra Burlet Pavone, Jean-Luc Meier und Reto Wildeisen gehören gleich drei der Neuen der FDP an. Manuel Strickler sorgt dafür, dass die SP auch nach dem Rücktritt von Denise Fausch im Gemeinderat vertreten sein wird.

Der überraschende Verlierer der Gemeinderatswahl ist Roger Müller (SVP). Der bisherige Finanzvorstand schied mit 714 Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 38 Prozent als Überzähliger aus. Ihn trennten lediglich 16 Stimmen vom neu gewählten Jean-Luc Meier.

Zu wenig Wahlkampf

«Der Ausgang der Wahl ist natürlich sehr enttäuschend für mich», sagt Müller. Er habe damit gerechnet, dass er als Bisheriger mit einem kleinen Bonus in die Wahl gehen würde, besonders da drei Bisherige zurückgetreten seien.

Die Abwahl kann Müller sich nur schwer erklären. «Ich habe eigentlich gedacht, eine gute Leistung gebracht und eine stabile Finanzpolitik in Oberrieden betrieben zu haben», sagt er. «Allenfalls liegt es daran, dass ich für diese Wahl nur sehr wenig Wahlkampf betrieben habe und die Leute mich daher weniger im Gedächtnis hatten.»

Die Zeit im Gemeinderat sieht Roger Müller trotz der Abwahl als sehr positiv. «Ich habe sehr viel gelernt», sagt er. Besonders geschätzt habe er die gute Streitkultur im Gremium. Wie es jetzt weitergeht, weiss Müller noch nicht. Er könnte sich jedoch vorstellen, in Zukunft mehr Zeit auf dem Golfplatz zu verbringen.

Bedauern über Abwahl

Gemeindepräsident Martin Arnold (SVP), der mit 854 Stimmen wiedergewählt wurde, bedauert Müllers Abwahl. «An seiner Amtsführung gab es nichts zu bemängeln», sagt er. Trotz der Lücke, welche die Abwahl seines Parteikollegen hinterlässt, freut Arnold sich auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen. «Uns steht eine interessante Zeit bevor», sagt er.

Grund zur Freunde hat auch Urs Klemm (parteilos), der mit 983 Stimmen das beste Wahlergebnis erzielte. «Klar freut man sich, Erster zu sein», sagt Klemm, «auch wenn die Wahl mit Roger Müllers Ausscheiden für mich einen faden Nachgeschmack hinterlässt.» Es sei nicht einfach, einen so geschätzten Kollegen gehen zu lassen.

Das zweitbeste Resultat, und somit noch vor Präsident Martin Arnold liegend, legt mit 930 Stimmen Sandra Burlet Pavone hin. Die frischgebackene FDP-Gemeinderätin ist sehr erstaunt vom Ausgang der Wahl. «Ich hätte nicht damit gerechnet, so klar gewählt zu werden», sagt sie. Burlet Pavone will als Gemeinderätin den liberalen Blickwinkel der FDP vertreten, was ihr mit zwei Parteikollegen an der Seite nicht allzu schwer fallen sollte. Die stellvertretende Direktorin für die Schweizer Bauwirtschaft liebäugelt mit dem Ressort Finanzen, das durch die Abwahl Roger Müllers frei geworden ist. «Ich könnte mir jedoch auch vorstellen, das Ressort Hochbau und Werke zu übernehmen», sagt Burlet Pavone.

Herausforderungen anpacken

Den Sprung in den Gemeinderat klar geschafft hat auch Verena Reichmuth-Graf, die mit 1075 Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 35 Prozent in ihrem Amt als Schulpräsidentin bestätigt wurde und somit von Amtes wegen als siebtes Mitglied in den Gemeinderat eintritt. Die Parteilose, die bereits seit 2010 im Amt ist, freut sich auf eine weitere Amtsperiode. «Ich bin gespannt auf die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen und freue mich darauf, Herausforderungen wie den Umbau des Schulhauses Bünt oder die Umsetzung des Lehrplans 21 aktiv miterleben zu können», sagt Reichmuth-Graf.

Erstellt: 15.04.2018, 20:51 Uhr

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