Kultur

Und plötzlich ertönt im Museum Musik

Acht Museen aus der Zürichseeregion nehmen an der Veranstaltungsreihe «Klingende Museen» an diesem Wochenende teil. Zusätzlich findet am Sonntag der internationale Museumstag statt.

Ruhig liegt das Weinbaumuseum in der Au da – am Wochenende ertönen hier aber Klänge.

Ruhig liegt das Weinbaumuseum in der Au da – am Wochenende ertönen hier aber Klänge. Bild: Archivfoto: Tamedia

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Museen gelten als Hort der Stille. Im Kanton Zürich stimmt das jedoch nur an 363 Tagen im Jahr. An zwei Tagen werden Museen zu «Klingenden Museen» aufgewertet, das nächste Mal an diesem Wochenende. Der Klang kommt von Schülern naher Musikschulen, von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Insgesamt acht Museen in der Zürichseeregion werden so ihre Ausstellungen musikalisch untermalen. Zuletzt fand die Veranstaltungsreihe 2016 statt. Sie wiederholt sich alle drei Jahre und findet heuer zum vierten Mal statt.

An diesem Wochenende wird nicht nur Musik die Museen füllen: Am Sonntag ist auch der internationale Museumstag, der unter dem Motto «Museen – Zukunft lebendiger Traditionen» stattfindet. «Die Kombination der zwei Anlässe ist durchaus Absicht», sagt Elisabeth Abgottspon, Leiterin des Ortsmuseums Küsnacht und Vorstandsmitglied des Vereins Muse-um-Zürich. «Musik als immaterielles Kulturerbe passt sehr gut zum Slogan des internationalen Museumstags.»

Zwei Events kombiniert

Im Weinbaumuseum in der Au musizieren die Schüler der Musikschule Wädenswil-Richterswil. Schwyzerörgeli, Alphörner und eine Appenzeller Striichmusig lassen auf dem Areal des Weinbaumuseums einheimische Traditionen aufleben. Zwischendurch erfahren die Museumsgäste Interessantes über den Reb- und Weinbau in der Zürichseeregion. «Es wird keine Führung im herkömmlichen Sinn sein», sagt Katrin Feigel vom Weinbaumuseum, «sondern eher ein lockeres Bewegen zwischen den musikalischen Darbietungen.»

Die Musikschule Küsnacht und das Ortsmuseum befinden sich im selben Gebäude am Eingang des Küsnachter Tobels. Da liegt es nahe, dass der Auftritt der Musikschüler im Ortsmuseum mit dem Musikschultag kombiniert wird. «Diese zwei Anlässe ergänzen sich wunderbar», sagt Peter Renfordt, Leiter der Musikschule. «Mit unseren Konzerten nehmen wir auch Bezug auf die neue Ausstellung des Ortsmuseums.» Die Musikschüler kündigen mit ihren Darbietungen die Ausstellung «Grün Stadt Grau – Natur im Siedlungsraum» an.

Es wird nicht nur in den Räumen des Museums musiziert, sondern auch im Obergeschoss bei der Musikschule. «Der Musikschultag besteht aus kleineren Konzerten, mehr als 20 Instrumentenvorstellungen, Workshops und einem Gewinnspiel», erklärt Renfordt. «Durch diese Verbindung unterscheiden wir uns von den anderen Events im Kanton.»

Musik passt zur Ausstellung

Auch die Ortsmuseen von Oberrieden und Rüschlikon werden von Musikschülern besucht. In Rüschlikon werden historische Spielsachen gezeigt. Die Musikschule Kilchberg-Rüschlikon gibt ein Konzert zum Thema «Kinderspiel im Wandel». Dieselbe Musikschule spielt auch im Conrad-Ferdinand-Meyer-Haus in Kilchberg. Dort tritt der Kinderchor unter der Leitung von Mavi Bastón auf.

Im Uetiker Museum werden Schüler der Musikschule Pfannenstiel auftreten. Sie untermalen die Ausstellung zur Gerbi Männedorf mit «musikalischen Anekdoten aus dem Industriezeitalter». Ensembles und Solisten derselben Musikschule treten auch im Ortsmuseum Meilen auf. Sie erweitern die Ausstellung «Malen einmal anders» mit verschiedenen Zupfinstrumenten. Das Ortsmuseum Zollikon erhält Besuch aus der ortseigenen Musikschule. Die Ausstellung «Zürcher!nnen machen» erforscht, ab wann man sich wie eine «Zürcher!n» fühlt.

Erstellt: 16.05.2019, 10:07 Uhr

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