Adliswil

Ums Adliswiler Stadtpräsidium kommt es zu einer Kampfwahl

Die Adliswiler Wahlen 2018 versprechen Spannung. Macht doch die CVP der FDP das Stadtpräsidium streitig. Im Rennen ist neben Susy Senn (FDP) nun auch Farid Zeroual (CVP).

Sie beide wollen Stapi von Adliswil werden: Die amtierenden Stadträte Susy Senn und Farid Zeroual.

Sie beide wollen Stapi von Adliswil werden: Die amtierenden Stadträte Susy Senn und Farid Zeroual. Bild: Sabine Rock

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Harald Huber, Thomas Heiniger, Klaus Frösch – seit 1982 ist das Adliswiler Stadtpräsidium fest in der Hand der Freisinnigen. Und wenn es nach dem Willen der FDP Adliswil geht, bleibt das auch 2018 bis 2022 so. Schickt sie doch Susy Senn ins Rennen um die Nachfolge von Harald Huber, der das Amt des Stadtpräsidenten im Frühling abgibt. Jetzt ist aber klar: unangefochten bleibt ihre Kandidatur nicht.

Wie der Vorstand der CVP Adliswil gestern bekannt gegeben hat, schlägt er den amtierenden Stadtrat Farid Zeroual als Kandidaten für das Stadtpräsidium vor. Zwar entscheidet die Parteibasis erst Ende Oktober über die Kandidatur – es darf aber davon ausgegangen werden, dass diese im Sinn des Vorstands entscheidet.

Er führt gerne

Zeroual ist seit 2014 Finanzvorstand in Adliswil. Die Stadt steht finanziell gut da, sie konnte letztes Jahr den Steuerfuss um zwei Punkte auf 102 Prozent senken. Zeroual selbst sagt: «Das Stadtpräsidium reizt mich als Erweiterung meiner jetzigen Aufgaben.» Als Finanzvorstand sehe er in praktisch alle Dossiers hinein. Wisse, wie viele Projekte in der nach wie vor wachsenden Stadt Adliswil noch anstehen, gerade die Umgestaltung im Neubaugebiet Dietlimoos: «Es reizt mich, noch aktiver mitzugestalten. Und den Stadtrat als Team zu führen.»

Zeitlich könnte es sich der selbstständige Unternehmensberater einrichten, noch mehr Zeit für die Politik aufzuwenden. Dem vermehrten Kontakt mit der Bevölkerung sähe der 55-Jährige, der mit seiner Frau, dem jüngsten der drei erwachsenen Kinder und einem Hund in Adliswil lebt, mit Freude entgegen: «Ich bin schon jetzt oft anzutreffen, die Intensität der Kontakte würde aber sicher zunehmen.» Dass die CVP der FDP das Präsidium streitig macht, sieht Zeroual nicht so. Er sagt: «Es geht nicht um Parteipolitik, sondern um eine Personenwahl.»

Sie wäre die erste Präsidentin

Sportlich nimmt Susy Senn (57) die Konkurrenz: «Ich finde es gut, dass die Bevölkerung eine Auswahl hat.» Sie ist seit gut 25 Jahren in der Politik tätig, in der Schulpflege, als Gemeinderätin, Rechnungsprüferin und seit fünf Jahren als Ressortvorsteherin Sicherheit und Gesundheit, zuvor drei Jahre als Sozialvorsteherin.

Susy Senn, die in Adliswil aufgewachsen ist, ihre Kinder in Adliswil gross gezogen hat und heute mit ihrem Mann in der Stadt lebt, sagt, sie kenne die Probleme der Stadt in- und auswendig. Das findet sie die beste Ausgangslage, ihre bisherigen Leistungen im Stadtrat weiter auszubauen. Und auch wenn bei der Wahl der ihres Erachtens die Qualifikationen im Vordergrund stehen, wäre sie gerne die erste Stadtpräsidentin von Adliswil. Ihr Arbeitspensum von 70 Prozent als Geschäftsführerin des Versicherungsverbands Schweizerischer Schifffahrtsunternehmen könnte sie weiter reduzieren.

Noch ist nicht klar, ob noch weitere Parteien Kandidaten ins Rennen ums Präsidium schicken. Die SVP hat sich bereits dagegen entschieden, der Entscheid der SP steht noch aus.

Erstellt: 15.09.2017, 17:51 Uhr

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