Zum Hauptinhalt springen

Polizei schnappt Jugendliche nach Überfall

Die Polizei hat den bewaffneten Überfall auf die Spar-Filiale in Richterswil geklärt. Insgesamt sechs Jugendliche waren am Raub Ende Dezember beteiligt.

Bewaffnete Männer haben am Ende Dezember die Spar-Filiale an der Glärnischstrasse in Richterswil ausgeraubt und einen Mitarbeiter verletzt.
Bewaffnete Männer haben am Ende Dezember die Spar-Filiale an der Glärnischstrasse in Richterswil ausgeraubt und einen Mitarbeiter verletzt.
Google Street View

Zwei maskierte und bewaffnete Männer haben am 18. Dezember 2015 in Richterswil die Spar-Filiale an der Glärnischstrasse überfallen. Ein Spar-Mitarbeiter wurde verletzt. Nun konnten die Täter ermittelt werden, teilt die Kantonspolizei Zürich mit. Wie sich herausstellte, waren noch mehr Personen daran beteiligt. Es wurde insgesamt gegen sechs junge Männer im Alter von 15 bis 19 Jahren Strafverfahren eingeleitet.

Ein Fischer hat die Polizei auf die entscheidende Spur gebracht. Zwei Wochen nach dem Überfall hatte dieser in Richterswil einige Meter vom Steg des Seeuferweges entfernt eine Tasche im Zürichsee gefunden. Die Seepolizei hatte diese mit einem Wurfanker geborgen, heisst es in der Mitteilung weiter - Sie war mit einem Stein beschwert. Darin fanden die Ermittler unter anderem Kleider und eine Waffenattrappe.

Täter zum Teil minderjährig

Dank dem Inhalt der Tasche und einem Hinweis aus der Bevölkerung, der kurz vor Weihnachten bei der Kantonspolizei Zürich eingegangen war, konnten die Polizisten schliesslich einen 16-Jährigen ermitteln. Der junge Mann wurde am 13. Januar 2016 verhaftet. Einige Tage Später wurden ein 17- und 18-jähriger Mittäter festgenommen. Zudem müssen sich ein 15-jähriger Schüler und ein 19-jähriger Mann wegen Gehilfenschaft verantworten. Sie hatten die Haupttäter bei der Ausführung der Tat unterstützt und dafür Geld aus der Beute erhalten. Ein 17-Jähriger aus dem Kanton Schwyz hatte ebenfalls Geld an sich genommen - er wird wegen Hehlerei angezeigt.

Mit Ausnahme des Hehlers sind alle Täter im Bezirk Horgen wohnhaft. Es handelt sich um Schweizer sowie Staatsbürger von Eritrea, der Türkei und Portugal. Bei dem Überfall im Dezember scheint es sich jedoch um einen Einzelfall zu handeln. Denn grundsätzlich hat die Gemeinde Rich­ters­wil keine Pro­bleme mit kriminellen Jugendbanden, wie Gemeindepräsident Hans ­Jörg Huber (FDP) sagt: «Im Früh­ling formie­ren sich jeweils neue Jugendgruppen im Rich­ters­wiler Horn.» Diese würden dann für eine gewisse Zeit unter spezieller Beobachtung stehen. «Sobald diese Jugendlichen auffällig werden, schicken wir den Jugendkoordinator vorbei», so der Gemeindepräsident. Dieser versuche dann, die jungen Menschen in sinnvolle Projekte einzubinden, um diese «quasi von der Strasse zu holen».

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch