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Trotz Verlust – Oberriedner Steuerfuss soll gleich bleiben

Die Gemeinde Oberrieden rechnet im nächsten Jahr mit einem Verlust von 1,2 Millionen Franken. Der Steuerfuss soll dennoch bei 88 Prozent bleiben.

88 Prozent. Soviel beträgt derzeit der Steuerfuss der Gemeinde Oberrieden. Geht es nach dem Gemeinderat, soll der Steuerfuss für das Jahr 2018 auf dem gleichen Niveau bleiben.
88 Prozent. Soviel beträgt derzeit der Steuerfuss der Gemeinde Oberrieden. Geht es nach dem Gemeinderat, soll der Steuerfuss für das Jahr 2018 auf dem gleichen Niveau bleiben.
Archiv Moritz Hager

Die Oberriednerinnen und Oberriedner sollen trotz einem budgetierten Verlust im kommenden Jahr nicht tiefer in die Taschen langen müssen. Nach zwei Steuerfusserhöhungen in Folge will der Gemeinderat den Steuerfuss für die kommenden 12 Monate bei 88 Prozent belassen.

Der gleichzeitig veranschlagte Verlust von 1,2 Millionen Franken, der die Gemeinde gestern mittels einer Medienmitteilung für das Jahr 2018 prognostizierte, soll dem Eigenkapital entnommen werden. «Wir können uns diesen Vorgang leisten», sagt Finanzvorstand Roger Müller (SVP). Denn das Eigenkapital der Gemeinde liege bei rund 20 Millionen Franken.

Änderung erst in einem Jahr

Hauptsächlich verantwortlich für den budgetierten Verlust im nächsten Jahr sind die weiteren Investitionen im Zusammenhang mit dem Erweiterungsbau des Primarschulhauses Pünt. «Hier steht der letzte Teil der Arbeiten an», sagt Müller und nennt als Beispiel die Sanierung des Lernschwimmbeckens. «Im nächsten Sommer sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein.»

Mit der Einführung des neuen harmonisierten Rechnungsmodell HRM2, dass sämtliche Gemeinden des Kantons spätestens auf den 1. Januar 2019 einführen müssen, wird Oberrieden nicht bereits im kommenden Jahr starten. Dies, weil damit auch das Verwaltungsvermögen aufgewertet werden soll. «Zwar würde die Aufwertung die tatsächlichen Vermögenswerte ausweisen. Das hätte aber zur Folge, dass bereits mit Steuergeld abgeschriebene Werte wieder eingebracht werden und erneut abgeschrieben werden müssten», sagt Finanzvorstand Müller. Für die Gemeinde Oberrieden würde die Aufwertung – und damit die Erhöhung des Eigenkapitals – 16,4 Millionen Franken betragen. Im Gegenzug würden die Abschreibungen wiederkehrend rund eine Million Franken höher ausfallen und die Laufende Rechnung zusätzlich belasten.

Souverän bestimmt

Geht es nach den Wünschen des Gemeinderats, soll darum erst das Budget 2019 nach den Grundsätzen der neuen Rechnungslegung HRM2 erstellt werden. Am Ende entscheidet aber der Souverän über das Budget und das Vorgehen mit der neuen Rechnungslegung. Die Gemeindeversammlung dafür findet am 7. Dezember statt.

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