Thalwil

Thalwil behält grünes Gütesiegel

Die Gemeinde Thalwil bleibt bis 2022 Energiestadt. Zum zweiten Mal hat sie das Label verlängert erhalten. Seit 2014 hat sie die Punktezahl noch einmal gesteigert.

Thalwil ist und bleibt Energiestadt.

Thalwil ist und bleibt Energiestadt. Bild: Keystone

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Die Gemeinde Thalwil kann sich weitere vier Jahre mit dem Label Energiestadt schmücken. Das teilt der Gemeinderat mit. Energiestädte setzen sich für eine effiziente Nutzung von Energie, Klimaschutz, erneuerbare Energien und umweltverträgliche Mobilität ein. Alle vier Jahre müssen sie Rechenschaft ablegen, inwieweit sie eine nachhaltige kommunale Energiepolitik vorleben und umsetzen.

Diesem so genannten Audit hat sich die Gemeinde Thalwil 2018 zum zweiten Mal erfolgreich gestellt. Um das Label Energiestadt zu erhalten, muss eine Gemeinde 50 Prozent ihres Potentials ausschöpfen. Thalwil erreichte bei der jüngsten Prüfung 71 Prozent. 2014 hatte sie 69 Punkte erreicht, gestartet war sie 2010 mit 57 Punkten.

«Die Steigerung ist moderat»

Der zuständige Gemeinderat Richard Gautschi (parteilos), Bereichsverantwortlicher Planung und Bau, freut sich, dass seine Gemeinde bis 2022 rezertifiziert worden ist. «Der Gemeindeversammlungsentscheid vom Dezember, das Energieförderprogramm fortzusetzen, hat uns gezeigt, dass der Bevölkerung eine nachhaltige Energiepolitik wichtig ist.»

Gautschi bezeichnet die Steigerung der Punktzahl als moderat. «Das zeigt, dass wir einen pragmatischen Weg beschreiten und die Kosten im Auge behalten.» Gesteigert habe die Gemeinde ihre energiepolitischen Leistungen vor allem in den gemeindeeigenen Liegenschaften und im Bereich Mobilität. «Wenn wir ein Schulhaus sanieren oder neu bauen wie im Schulhaus Sonnenberg, dann machen wir das energetisch vorbildlich», erklärt Gautschi. Auch Verkehrsberuhigungsmassnahmen wie Tempo-30-Zonen hätten zur Steigerung der Punktezahl beigetragen.

Punkte als Nebeneffekt

Trotz der Steigerung: In den Bereichen kommunale Gebäude und Anlagen sowie Mobilität verzeichnet die Gemeinde mit 57 respektive 61 Punkten die tiefsten Werte. Weitaus am meisten Punkte hat die Gemeinde in der internen Organisation erhalten (87).

In den kommenden vier Jahren setzt der Gemeinderat zwei Schwerpunkte in den beiden schwächsten Bereichen. Wie er schreibt, hat er bereits mit einer Energiebuchhaltung den Energieverbrauch gemeindeeigener Liegenschaften in den Fokus genommen. Eine geplante Anpassung der Baustandards der Gemeinde solle zusätzliche Verbesserungen bringen. Im Bereich Mobilität soll durch die neue Parkierungsverordnung der Autopendlerverkehr von auswärts eingedämmt werden. Gleichzeitig soll mit neuen Rad- und Fusswegkonzepten der Langsamverkehr gefördert werden.

Wie viel das Label die Gemeinde kostet, vermag der Bauvorstand nicht zu beziffern. «Wir beschliessen ja keine Massnahmen um des Labels willen, sondern weil wir sie per se sinnvoll finden», sagt er, und fügt an, die bessere Punktzahl für das Energiestadtlabel sei lediglich ein angenehmer Nebeneffekt. Das vierjährliche Rechenschaft-Ablegen erachtet Gautschi als Standortbestimmung und Ansporn zugleich.

Bald Energiestadt Gold?

Gemessen an den Fortschritten, die Thalwil in den letzten acht Jahren gemacht hat, scheint das Label Energiestadt Gold schon fast in Griffweite. 75 Punkte sind dafür nötig. Bis jetzt haben erst Küsnacht und Meilen von den Zürichseegemeinden das Goldlabel erreicht. Der Thalwiler Bauvorstand meint: «Wenn wir so weitermachen, werden wir die nötige Punktzahl vielleicht in acht Jahren erreichen. Aber wir streben das Goldlabel nicht bewusst an.» (zsz.ch)

Erstellt: 11.01.2019, 19:04 Uhr

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