Kilchberg

Jungtalente zeigen ihr Können

Klassische Musik auf höchstem Niveau war am Sonntag im C.-F.-Meyer-Haus zu hören. Junge Musiker gaben nach ihrer Weiterbildung im Meisterkurs in Schaffhausen ihr Abschlusskonzert in Kilchberg.

Den Auftakt am Konzertabend machten die Geschwister Oberhofer: Muriel Oberhofer (Violine) und Manuel Oberhofer (Violoncello).

Den Auftakt am Konzertabend machten die Geschwister Oberhofer: Muriel Oberhofer (Violine) und Manuel Oberhofer (Violoncello). Bild: Sabine Rock

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Junge talentierte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt konnten sich während einer Woche bei den renommierten Musikdozenten Valeriy Sokolov (Violine), Wen-Sinn Yang (Violoncello), sowie den Pianisten Werner Bärtschi und Ralf Gothóni weiterbilden. Als Entgegenkommen für die kostenlose Fortbildung gaben die Talente aus Nah und Fern in Kilchberg ein hochkarätiges Konzert, welches das Publikum im voll besetzten C.-F.-Meyer-Haus sehr zu schätzen wusste. Eingeladen hatte das Kilchberger ForumMusik unter Leitung von Mariann Thöni.

Neue Impulse

Den Auftakt am Konzertabend machten die Geschwister Oberhofer: Muriel Oberhofer (Violine) und Manuel Oberhofer (Violoncello) spielten verschiedene Stücke aus «Huit morceaux» des Komponisten Reinhold Glière, gebürtig aus Kiew. Das spätromantische Stück, souverän vorgetragen von den jungen Schweizer Musikern, erinnerte an Werke des russischen Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Muriel Oberhofer, 17-jährig, die in diesem Jahr schon zum 3. Mal den in jedem Jahr stattfindenden Meisterkurs in Schaffhausen besuchen durfte, meinte: «Ich freue mich über die professionellen Hinweise für neue Musikinterpretationen, die ich in der kompakten Woche bekommen habe». Die Technik sei weniger im Zentrum gewesen. Schön war für die Geigerin hingegen, mit ihrem jüngeren Bruder am Violoncello zu musizieren und das Zusammenspiel zu perfektionieren.

Klassik neu interpretiert

Auf die Oberhofer´s folgte Hrvoje Krizic (Violoncello), ein junger Musiker aus Kroatien und der Schweiz: Er interpretierte «Julie-0», ein modernes Werk des Komponisten Mark Summer, welches der Crossover Classical Musik zuzuordnen ist. Das Aussergewöhnliche dieses aparten Stückes fand Anklang.

Später stand ein bekanntes Werk von Ludwig van Beethoven auf dem Programm: Johannes Valja (Violoncello) aus Estland und Polina Spirina (Klavier) aus Russland spielten verschiedene Sätze der Sonate für Violoncello und Klavier C-dur op. 102 Nr. 1. Die beiden bestens aufeinander eingestimmten jungen Musiker konzertierten präzis, lebhaft und mit grosser Ausdruckskraft. Polina Spirina trat darauf mit verschiedenen Sätzen aus der Klaviersonate Nr. 3 f-moll op. 5 von Johannes Brahms solo auf und erntete mit ihrer gehaltvollen Interpretation viel Applaus.

Gemeinsam musizieren

Nach der Pause machte das Streichkonzert «Subkutan» aus der Schweiz von sich reden: Barbara Litschig (Violine), Dominique Scherer (Violine), Michael Sebastian Henschel (Viola) und Carmen Weber (Violoncello) spielten das Allegro aus dem Streichkonzert F-dur op. 59 Nr. 1 «Rasumovsky» von Ludwig von Beethoven. Der Komponist gestaltete die dem Fürsten Rasumowsky gewidmeten Quartette mit einem komplexen neuen Klang, was das Schweizer Quartett im Kilchberger Konzert bestens zum Ausdruck brachte.

In einer ansprechenden Musiksprache trug zum Schluss des Konzertes ein dreiköpfiges Musikensemble aus Deutschland, Taiwan und dem Iran ihr einstudiertes Werk vor: Das Publikum durfte sich das Klarinettentrio a-moll op. 114 von Johannes Brahms zu Gemüte führen. Gespielt wurde es von Fidelis Edelmann, Klarinette, aus Deutschland, Ching-Jung Chung, Violoncello, aus Taiwan, und Nika Afazel, Klavier, aus dem Iran. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.02.2018, 15:10 Uhr

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