Wädenswil

Stromleitungsgegner zeigen sich zufrieden

Die IG «Starkstromleitung in den Boden» ist froh, dass die Axpo nun doch eine Erdverkabelung ihrer heutigen Stromleitung prüft. Lockerlassen will sie in dieser Angelegenheit aber nicht.

Der lange Kampf der IG «Starkstromleitung in den Boden» scheint sich ausbezahlt zu haben. Die Stromleitung am Wädenswiler Berg soll nun doch in den Boden versetzt werden. Es handelt sich um die Hochspannungsleitung in Bildmitte.

Der lange Kampf der IG «Starkstromleitung in den Boden» scheint sich ausbezahlt zu haben. Die Stromleitung am Wädenswiler Berg soll nun doch in den Boden versetzt werden. Es handelt sich um die Hochspannungsleitung in Bildmitte. Bild: Archiv Sabine Rock

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Lange hiess es, dass die Hochspannungsleitung der Axpo in Wädenswil zwar umgebaut, aber nicht in den Boden versetzt wird. Letzte Woche nun hat der Energiekonzern mitgeteilt, dass er doch eine Erdverkabelung prüfe. Wird diese umgesetzt, verschwindet die heutige Freileitung also nicht nur in Horgen, sondern auch auf dem 4,5 Kilometer langen Abschnitt bis zum Unterwerk in der Wädenswiler Beichlen.

Jetzt hat sich die Interessengemeinschaft «Starkstromleitung in den Boden» zu Wort gemeldet, die aus rund 70 Bewohnern des Wädenswiler Bergs besteht. Man nehme die Nachricht der Axpo «mit Genugtuung zur Kenntnis», sagt IG-Sprecherin Susanna Kramer und fügt an: «Es ist ein Etappensieg für uns.» Denn sie ist überzeugt, dass die Opposition der IG das Umschwenken derAxpo mitverursacht hat. Laut dem Stromkonzern haben allerdings ausschliesslich geänderte Vorschriften zur Projektänderung geführt. Die Gegenwehr der IG habe keinen Einfluss gehabt, hiess es letzte Woche. «Darüber kann ich nur lachen», sagt Kramer.

Im letzten Februar hatten 13 Mitglieder der IG, die als Grundeigentümer vom ursprünglichen Umbauprojekt direkt betroffen waren, gegen dieses Einsprache erhoben. Unterstützt wurden sie durch Einsprachen von WWF, Pro Natura und der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz.

IG will Entschädigung klären

Nun, da das alte Projekt laut Axpo sistiert, aber nicht gänzlich eingestellt wurde, stellt sich laut Kramer die Frage, wann die Einsprachekosten entschädigt werden. Die Einsprache hatte die IG nämlich rund 11 000 Frankengekostet, wovon die Stadt Wädenswil 2000 Franken beigetragen hat. Die IG wolle sich nun dafür einsetzen, «dass das alte Projekt ganz abgeschrieben wird, damit die Entschädigungsfrage nicht über Jahre hinausgezögert wird». (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.10.2017, 17:21 Uhr

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