Wädenswil

Parteien freuen sich über den Fortschritt der Werkstadt Zürisee

Einstimmig befürworten die Parteien des Gemeinderates den Verkauf des grössten Baufeldes der Werkstadt Zürisee. Der Gemeinderat dürfte das Geschäft an der Sitzung am Montag ohne Gegenstimmen absegnen.

Voraussichtlich am Montag segnet der Gemeinderat den Verkauf des Baufeldes A ab.

Voraussichtlich am Montag segnet der Gemeinderat den Verkauf des Baufeldes A ab. Bild: Michael Trost

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Die Werkstadt Zürisee ist weiter auf Kurs. So befindet sich die Stadt Wädenswil mit dem Verkauf des Baufeldes A auf der Zielgeraden (Ausgabe vom 27. Oktober). Mit 8100 Quadratmetern ist es die grösste Parzelle des 40 000 Quadratmeter grossen Gewerbeparks. Mit der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) hat die Stadt einen Kaufpreis von 6,3 Millionen Franken ausgehandelt. Da der Betrag die Zweimillionenmarke übersteigt, muss der Gemeinderat das Geschäft am kommenden Montag absegnen.

Im Vorfeld der Sitzung sprechen sich die Parteien unisono für den Landverkauf aus. Besonders begrüssen sie die rund 150 Ar­beits­plätze, welche die drei bei der GVZ eingemieteten Unternehmen – die Huber Getränkehandlung, das Kletterzentrum Gaswerk sowie die Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU) – schaffen werden. Diese würden sich positiv auf den Wirtschaftsstandort Wädens­wil auswirken. Wie die FDP in ihrem Fraktionsbericht schreibt, gelte es nun, den Standort Wädenswil weiter zu stärken und den Anteil an Firmensteuern zu erhöhen.

In die allgemeine Zustimmung mischen sich aber auch kritische Voten. So gehöre es laut der SVP-Fraktion nicht zu den Kernauf­gaben der GVZ, Liegenschaften zu erwerben. Die Partei respektiere jedoch «den freien unternehmerischen Entscheid der GVZ», schreibt die SVP im Fraktionsbericht. Für die GLP räumt der Verkauf des grössten Baufeldes zumindest die Befürchtung aus dem Weg, dass die Stadt die Par­zellen des Rütihof-Areals nicht ganz werde verkaufen können. Dennoch sei nicht zu erwarten, dass die GVZ zu den guten Steuerzahlern avancieren werde. Die Partei hatte sich gegen die staatliche Entwicklung des Areals ausgesprochen, da sie «ordnungspolitisch gegen unsere politische Überzeugung verstösst», heisst es weiter im GLP-Fraktionsbericht.

Velostreifen gewünscht

Neben dem Landverkauf befasst sich der Gemeinderat am Montag auch mit dem von der SP geforderten Velostreifen in der Bahnhofunterführung. Derzeit sei die Un­ter­führung Ost mit einem Fahr­verbot belegt, woran sich jedoch kaum ein Velofahrer halte. Deshalb hatte Gemeinderat Hansjörg Schmid den Stadtrat in einer Inter­pellation angefragt, ob er bereit­ wäre, den Veloverkehr in der Unterführung zuzulassen und einen Velostreifen zu installieren. So könnten Fussgänger und Velofahrer getrennt werden.

Die Antwort des Stadtrates Anfang November fiel indes negativ aus. Sowohl die SBB, auf deren Parzelle sich die Bahnhofunterführung befindet, als auch die zur Begutachtung beigezogene Stadtpolizei seien zum Schluss gekommen, die Unterführung sei zu schmal für eine saubere Trennung von Fuss- und Veloverkehr.

Wie die SP in ihrem Fraktionsbericht schreibt, werde sie sich bei einer Neugestaltung des Bahnhofs­ dafür einsetzen, dass die Unterführung so weit verbreitert werde, dass Platz für Velo­strei­fen und Fussgängerzone bestehe­. Auch die Grünen bedauern den negativen Entscheid des Stadtrates. Zwar hätten sie Verständnis für die Argumentation des Stadtrates. Dennoch sei es schade, dass der Stadtrat nicht bereit­ sei, sich bei der Unterführung Ost für eine pragmatische Lösung einzusetzen.

Wenig überrascht von der Antwort des Stadtrates zeigt sich die EVP. Schliesslich hätten sowohl der Rat als auch die SBB und die Stadtpolizei betreffend dem Velo­streifen von Anfang an Bedenken gehabt. Doch wenigstens in der Unterführung beim Hotel du Lac wäre es mit einfachen Mitteln mög­lich, die Akzeptanz eines Velo­streifens zu testen. Dass der Stadtrat diese Chance nicht wahrnehme, sei bedauerlich, schreibt die Partei.


Montag, 26. November, 19 Uhr, Sitzungssaal Untermosen, Gulmenstrasse 4, Wädenswil. Die Gemeinderatssitzung ist öffentlich. Die vollständigen Fraktions­berichte sind auf den Websites der Parteien aufgeschaltet. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 24.11.2018, 08:42 Uhr

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