Kilchberg

Ehemaliger Chefkoch des Schlossgartens ist neu Pächter im Ochsen

Das Restaurant Ochsen ist wieder geöffnet. Der neue Pächter Mareathas Michael hat sich in Kilchberg einen Namen als jahrelanger Chefkoch im Schlossgarten gemacht.

Angefangen hat Michael als Pizzaiolo und schaffte es bis zum Chefkoch. Nun führt er mit dem Ochsen sein eigenes Restaurnt

Angefangen hat Michael als Pizzaiolo und schaffte es bis zum Chefkoch. Nun führt er mit dem Ochsen sein eigenes Restaurnt Bild: Moritz Hager

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Restaurant Ochsen Michael heisst der Ochsen nun. Michael ist allerdings der Familienname des neuen Geranten, der zum Vornamen Mareathas heisst. «Meine Vorfahren kamen aus Indien und der Familienstammbaum lässt sich bis auf britische Wurzeln zurückverfolgen – deshalb Michael», sagt er in seiner neuen Gaststätte an der Bahnhofstrasse. Nicht ohne Stolz zeigt der schweizerisch-sri-lankische Doppelbürger das Deckblatt des Vertrages, den er mit dem Thalwiler Ueli Glättli, dem Besitzer des Ochsen, kurz vor dem Jahreswechsel abgeschlossen hat.

Zu diesem Zeitpunkt lag für in den Handel Nichteingeweihte einiges in der Schwebe, was die Zukunft der Dorfbeiz betraf. Die früheren Mieter, die Inder Abhishek Gupta und Rajeev Kumar, die den Ochsen unter dem Namen Masala Art führten, hielten sich jedenfalls bedeckt. Sie bestätigten zwar, dass sie einen Interessenten gefunden hätten und ihm das Restaurant übergeben möchten. Es sei aber weder ein Vertrag unterschrieben worden, noch Geld geflossen. Sie schlossen sogar nicht aus, wieder im Masala zu wirten, falls keine andere Lösung zustande kommt.

Alles in Minne

Nun bestätigt Gupta, der zusammen mit seinem Geschäftsführer das Namaste Schiffli in Richterswil führt, dass mit Michael eine für beide Seiten zufriedenstellende Einigung erzielt worden sei. Aus Michaels Sicht heisst dies: «Wir haben das bestehende Inventar im Ochsen den früheren Wirten abgekauft.» Er habe zudem einen fünfstelligen Betrag in Renovationen investiert. Am meisten kosteten die neuen Geräte in der Küche. «Es wurde auch geputzt, geputzt und nochmals geputzt», sagt er weiter.

Jetzt ist im vorderen und im durch die Küche abgetrennten hinteren Saal alles picobello. Der dreifache Familienvater konnte dabei auf die Hilfe einiger Landsleute zählen. Seine Frau hat er in Sri Lanka kennengelernt und geheiratet. Sie ist ihm nach Kilchberg gefolgt, wo er seit 1991 lebt. Die drei Kinder besuchen in Kilchberg die Primarschule.

Ihm gefalle es sehr unter all diesen freundlichen Menschen in Kilchberg, sagt Michael weiter. Er sei glücklich in seiner neuen Heimat. Er selber ist bekannt im Dorf. Denn viele Leute kennen ihn aus der Zeit als Chefkoch im Schlossgarten an der Dorfstrasse. Angefangen hat er 1991 als Pizzaiolo, ehe er sich ans Zubereiten italienischer und regionaler Gaumenfreuden machte. Nach einer familieninterne Änderung in der Geschäftsleitung um den Posten des Chefkochs beschloss Michael, es auf eigene Faust zu versuchen. Ins Blickfeld für einen selbstständigen Erwerb rückte augenblicklich der Ochsen.

Gelerntes anwenden

«Was ich im Schlossgarten gelernt habe, wende ich nun im Ochsen an», sagt Michael zur Speisekarte, die eine reiche Auswahl an italienischer und Schweizer Küche sowie feine Weine aus Italien, Spanien und der Region anbietet. In diesem Moment trifft eine Lieferung von einer Metzgerei in Zürich ein, ein Grossverteiler, der viele Restaurants bedient. Die Crevetten kommen aus Vietnam, das Rindfleisch aus den USA, Kalb und Poulet aus der Schweiz.

Zu den hausgemachten Gerichten gehören Crespelle mit Spinat-Eicotta-Füllung. Und wer die indische Küche von früher vermisst, kann Chicken-Curry mit Reis oder «Spaghetti-Ochsen» mit Curry-Sauce, Crevetten und Miesmuscheln bestellen. Alle Gerichte können auch Take-away mitgenommen werden.

Am Montag an der Eröffnung vom Restaurant Ochsen Michael verläuft der Geschäftsbetrieb normal von 8.30 bis 14.30 Uhr. Bevor es am Abend bis 22.30 Uhr weitergeht, gibt es von 16 bis 18 Uhr einen Apéro. Der neue Pächter und seine Angestellten freuen sich, die Kilchberger Bevölkerung zu einem Umtrunk zu empfangen.





Erstellt: 26.01.2020, 16:00 Uhr

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