Langnau

«Fitnesstracker» für Kühe geben an der Viehschau zu reden

Auf dem Albis fand am Wochenende die erste Viehschau der Saison statt. Die Siegerkuh war eine altbekannte. Unbekannt war hingegen für manchen Besucher, dass Kühe mit Sensoren überwacht werden.

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Die Viehschau Mitte September auf dem Albispass ist seit Jahren ein fixer Termin im Kalender der Bauern und Vieh-Interessierten der Region. Die erfolgsversprechenden Komponenten sind denn auch immer die gleichen: Kühe aus drei Rassen mit hohem Zuchtstandard, ein idyllisch gelegener Festplatz, schönes Wetter und viele interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer. Hinzukommt eine Prise Folklore-Klänge der Alphorngruppe Türlersee, eine gemütliche Festwirtschaft und ein paar herzige Kälblein zum Streicheln.

Die Organisatoren der Braunviehzuchtgenossenschaft Sihltal bewiesen zusammen mit der Holsteingenossenschaft Albis und der Fleckviehzuchtgenossenschaft Affoltern, dass dieses bewährte Rahmenprogramm auch im Jubiläumsjahr hervorragend funktioniert. An der Schau waren schwarz-weisse Holsteinkühe, Redholstein sowie viele Braunvieh-Tiere vertreten und wurden in diesen Kategorien prämiert.

Überraschende Antworten

Doch auch bei traditionellen Veranstaltungen hält der Fortschritt Einzug. So kommentierten viele der Besucher die Sensoren, welche gewisse Kühe an den Beinen trugen, und fragten sich, was der Zweck davon sei. «Wird jetzt etwa auch noch den Kühen ein Fitness-Fussband angelegt?», fragte sich ein älterer Herr kopfschüttelnd.

Die Antwort der Bauern überraschte die Laien teilweise: Zum einen dienten diese Sensoren bei Laufstall-Kühen zur Regulierung der Futterzufuhr. Zum anderen gebe es auch Sensorentypen, die messen, wann eine Kuh in die Brunst kommt. Dies wurde im Publikum heftig diskutiert. Einige zeigten sich schockiert von der fortschreitenden Automatisierung der Landwirtschaft.

Die Bekannte vom Albis

Die Experten der Zürcher Schaukommission, Martin Gafner und Erich Walder, bewiesen, dass sie sich zuerst ein sehr umfassendes Bild von einer Kuh machen, bevor sie den Missentitel vergeben. So gewann mit der fast 13-jährigen Zara aus dem Stall der Familie Biser ein Tier, das bereits mit dem elften Kalb trächtig ist. Trotz ihres eher hohen Alters ist Zara noch immer eine Kuh mit guter Ausstrahlung und einer hohen Kapazität, was die Experten auf der ganzen Linie überzeugen konnte. Zara, die im Hinteralbis zuhause ist, gewann die Auszeichnung schon mehrere Male, zuletzt 2017.

Nach der Prämierung begann der ebenfalls alljährliche Ansturm auf die Festwirtschaft. Zum Ausklang des Tages wurde der Herbst mit einem gemütlichen Raclette-Essen eingeläutet.

Erstellt: 15.09.2019, 16:50 Uhr

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