Horgen/Wädenswil

Auch unterirdische Stromleitung stösst auf Widerstand

Eine Interessengemeinschaft kämpfte zusammen mit der öffentlichen Hand erfolgreich gegen neue Strommasten. Doch auch gegen eine unterirdische Leitung hat es nun Einwendungen gegeben.

Die Stromleitung der Axpo (in der Bildmitte) soll zwischen dem Unterwerk im Horgner Moorschwand und jenem in der Wädenswiler Beichlen in den Boden verlegt werden.

Die Stromleitung der Axpo (in der Bildmitte) soll zwischen dem Unterwerk im Horgner Moorschwand und jenem in der Wädenswiler Beichlen in den Boden verlegt werden. Bild: Archivfoto: Sabine Rock

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Die Axpo will die Stromleitungen in Horgen und Wädenswil modernisieren. Dafür plant sie eine unterirdische Verkabelung vom Unterwerk Horgen bis zur Autobahnausfahrt unterhalb bestehender Waldwege. Anschliessend soll die Leitung entlang der Zugerstrasse und in der Oberen Bergstrasse zum Unterwerk Wädenswil verlaufen.

Gegen dieses Vorhaben hat es Einsprachen gegeben. Das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) bestätigt auf Anfrage, dass bis zu fünf Einwendungen eingegangen sind. Was die Gründe für die Einsprachen sind, gibt das ESTI nicht bekannt. Es verweist aber auf die gängigen Themen, die bei Leitungsprojekten betroffen sind. Allen voran die Angst vor Schäden durch Strahlungen der Stromleitungen.

Eine lange Vorgeschichte

Die geplanten Starkstromleitungen in Horgen und Wädenswil haben eine lange Vorgeschichte. Ursprünglich hätten oberirdische Hochspannungsleitungen verlegt werden sollen. Die Stadt Wädenswil sowie die Interessensgemeinschaft «IG Starkstromleitung unter den Boden» legten im Jahr 2017 Rekurs ein. Der Kampf von David gegen Goliath endete zugunsten der IG. Die Axpo lenkte ein und präsentierte im August 2018 das Projekt mit der unterirdischen Verkabelung.

Zwischen Oktober und November lag das Plangenehmigungsgesuch für die unterirdischen Leitungen auf. Wie Recherchen der ZSZ ergeben haben, steht die IG nicht hinter den neusten Einsprachen. Wer die Rekurrenten sind, ist noch nicht bekannt. Das ESTI wird nun über das weitere Vorgehen entscheiden. Grundsätzlich bestehen für das ESTI zwei Möglichkeiten: Entweder an einer Einspracheverhandlung eine Einigung zu erzielen versuchen oder das Gesuch direkt an das Bundesamt für Energie zur Weiterverarbeitung zu überweisen. Die Axpo selber wollte zum Verfahren keine Stellung beziehen.

Erstellt: 30.12.2018, 17:00 Uhr

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