Langnau

Strassenlaternen leuchten frühmorgens vorerst weiter

Die Gemeindeversammlung wollte es, der Gemeinderat beschloss es: Die Strassenlampen in Langnau sollen erst um 6 Uhr statt um 5 Uhr einschalten. Dagegen wurde nun ein Rekurs eingereicht.

Die Gemeinde könnte rund 4000 Franken einsparen, wenn sie die Strassenlaternen morgens eine Stunde später einschaltet.

Die Gemeinde könnte rund 4000 Franken einsparen, wenn sie die Strassenlaternen morgens eine Stunde später einschaltet. Bild: Symbolbild/Keystone

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Etwas weniger Licht am Morgen, dafür am Ende des Tages mehr Geld in der Kasse. So wollten die Langnauer während der Budgetdebatte an der Gemeindeversammlung im vergangenen Dezember die finanzielle Lage ihrer Gemeinde etwas entspannen. Die Idee: Indem die Strassenlampen erst um sechs Uhr statt um fünf Uhr morgens ein­geschaltet werden, soll die Gemeinde jährlich rund 4000 ­Franken sparen. Die Langnauer stimmten dem an der Gemeindeversammlung gestellten Antrag deutlich zu. Das letzte Wort lag beim Gemeinderat. Dieser hat wenige Tage nach der Gemeindeversammlung beschlossen, dieser zu folgen und die Strassenlaternen ab 1. Februar eine Stunde später einzuschalten.

Wie sich nun zeigt, sind mit diesem Entscheid nicht alle Langnauer einverstanden. Ein Rekurrent hat gegen den Beschluss des Gemeinderats Einsprache beim Bezirksrat Horgen erhoben. Die Frist für Rekurse läuft noch bis Ende Woche. Solange der Entscheid des Gemeinderats nicht rechtskräftig ist, verzögert sich die Umsetzung. Die Laternen an Langnaus Strassen werden daher auch im Februar zwischen fünf und sechs Uhr morgens vorerst weiterleuchten.

«Den Volkswillen umsetzen»

Laut Gemeindeschreiber Adrian Hauser werden im Rekurs unter anderem Sicherheitsbedenken für Pendler bei frühen Zugverbindungen geäussert. Die ersten Busse und Züge fahren bereits ab fünf Uhr. «Das spätere Einschalten der Strassenlaternen ist nicht stimmig mit dem öffentlichen Verkehr», sagt Hauser. Zudem birgt im Winter das Glatteis im Dunkeln eine gewisse Gefahr.

«Es geht um ein Abwägen zwischen Sparmassnahmen und Sicher­heits­aspekten.»Adrian Hauser

«Es geht um ein Abwägen zwischen Sparmassnahmen und Sicher­heits­aspekten», sagt Adrian Hauser. Letztlich ist der ­Gemeinderat dem Auftrag der Gemeindeversammlung aber ­gefolgt. «Es geht uns um die Umsetzung des Volkswillens», sagt er. Durch den Verzug, den der Rekurs nach sich zieht, schmelze allerdings das Sparpotenzial dahin, sagt er.

Falls der Bezirksrat den Rekurs gutheisst, muss der Gemeinderat nochmals über die Bücher. Da der Rekurs den Beschluss des Rats und nicht jenen der Gemeindeversammlung anficht, wird das Urteil keinen Einfluss auf die Rechtskraft des Budgets 2019 haben. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.01.2019, 20:49 Uhr

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