Langnau

Frischer Wind an der Spitze der Standortförderung

Marc Winet ist der neue Präsident der Standortförderung Zimmerberg-Sihltal.

Veränderungen an der Spitze der Standortförderung Zimmerberg-Sihltal: Matthias Kaiserswerth (von links) gibt das Päsidium ab. Neu in den Leitenden Ausschuss gewählt sind Adrian Schmidlin, Marc Winet (Präsident), Christina Zurfluh und Farid Zeroual. Geschäftsführer bleibt Beat Ritschard.

Veränderungen an der Spitze der Standortförderung Zimmerberg-Sihltal: Matthias Kaiserswerth (von links) gibt das Päsidium ab. Neu in den Leitenden Ausschuss gewählt sind Adrian Schmidlin, Marc Winet (Präsident), Christina Zurfluh und Farid Zeroual. Geschäftsführer bleibt Beat Ritschard. Bild: André Springer

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Rücktritte und Neuwahlen haben die Mitgliederversammlung der Standortförderung Zimmerberg-Sihltal vom Mittwoch in Langnau geprägt. Von den 15 Mitgliedern des Leitenden Ausschusses sind Jürg Trachsel, Harald Huber und Andrea Rieder zurückgetreten. Sowohl der Richterswiler Jürg Trachsel wie auch der Adliswiler Harald Huber schieden von Amtes wegen aus. Harald Huber ist nicht mehr Stadtpräsident von Adliswil und Jürg Trachsel wurde als Ombudsmann gewählt. Trachsel hat die Anfänge der Standortförderung mitgeprägt. Seit der Gründung 1997 war er Mitglied des Leitenden Ausschusses.

Niedergelegt hat sein Amt als Präsident auch Matthias Kaiserswerth. Sechs Jahre lang hat er die Standortförderung präsidiert. «Ich habe die Inputs geleistet, die ich geben konnte», sagte er. Es sei jetzt an der Zeit, dass ein anderer komme, der neue neue Ideen vorantreibe.

Kurze Wege

Zum Präsidenten gewählt wurde Marc Winet. Der 60-Jährige ist Landesleiter Schweiz bei Dow Euope und zeigte den Mitgliedern seine Vision der Standortförderung auf: «Wir müssen eine Plattform schaffen, wo die Industrie, Politik, Kultur und die Bildung sich austauschen können.» Besonders am Herzen liege ihm, dass junge Menschen in der Region Arbeitsplätze finden.

Der Standortförderung Zimmerberg-Sihltal gehören sowohl die Gemeinden wie auch die Handwerker- und Unternehmervereinigungen an. Mitglied der Organisation sind auch rund 70 Firmen sowie der Arbeitgeberverein Zimmerberg. «Wir haben es gut in der Schweiz», sagte Marc Winet. In der Schweiz seien die Wege zwischen Politik und Wirtschaft kürzer als in anderen Ländern, in denen er berufliche Kontakte habe. «Hier ist es speziell und ich will das pflegen», sagte er.

Neu in den Leitenden Ausschuss gewählt wurden Christina Zurfluh. Sie wolle den Fokus auf die Arbeitsplätze in der Region und den Verkehr legen. Auf Nachfrage sagte sie, sie wolle Impulse beim Hirzeltunnel und dem Zugang des öffentlichen Verkehrs auf der Autobahn setzen. Die SVP-Kantonsrätin rückte für Jürg Trachsel nach. Als Nachfolger von Harald Huber wurde Farid Zeroual (CVP) gewählt. Er ist seit 2018 Stadtpräsident von Adliswil und Mitglied des Kantonsrats. Der Bezirk werde wachsen, das werde die Verkehrsströme beeinflussen. Die Gemeinden seien gefordert. Als Kantonsrat könne er die Anliegen des Standortes direkt einbringen.

Adrian Schmidlin ist Marktgebietsleiter der Zürcher Kantonalbank für das linke und das rechte Seeufer. Er wolle für gute Bedingungen für Gewerbebetriebe und Konzerne sorgen, sagte er. In den Leitenden Ausschuss gewählt wurde in Abwesenheit auch Florence Schnydrig Moser. Sie ist seit letztem Jahr CEO von Swisscard, das mit rund 700 Mitarbeitenden zu den grossen Arbeitgebern in der Region zählt.

Kritik an Finanzausgleich

Den Anlass abgerundet hat Reiner Eichenberger, Ökonom und Professor an der Universität Fribourg. Er hielt ein Referat zum Thema «Intelligente und wirksame Standortförderung» und brachte in die Runde der Standortförderer unkonventionelle Vorschläge und Ideen ein und übte Kritik am herrschenden System. So demontierte er beispielsweise den Finanzausgleich und verglich ihn mit Sozialhilfe. Er schade sowohl den Nehmer- wie den Gebergemeinden, weil beide Seiten an Anreiz verlieren, sich zu steigern. «Der Finanzauslgeich ist ein Schafmittel.» Abhilfe schaffen würde ein Bonus für jene Gemeinden, die ihre Leistung steigerten. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.04.2019, 10:04 Uhr

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