Wädenswil

Stadtrat setzt sich Ziele für die nächsten vier Jahre

Der Satdtrat hat seine Ziele für die Legislaturperiode 2018-2022 definiert. Besonderes Augenmerk legt Stadtpräsident Philipp Kutter auf den Gemeindezusammenschluss Anfang 2019.

«Die Digitalisierung durchdringt mittlerweile das ganze Leben», sagt der Wädenswiler Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP)

«Die Digitalisierung durchdringt mittlerweile das ganze Leben», sagt der Wädenswiler Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) Bild: Archiv Sabine Rock

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Während seiner alljährlichen Klausur hat der Wädenswiler Stadtrat fünf Schwerpunkte mit entsprechenden Zielsetzungen für die laufende Legislatur 2018-2022 festgelegt. Wie der Stadtrat in einer Mitteilung schreibt, seien in den Bereichen Digitalisierung, Gesellschaft, Lebensraum, Umwelt, sowie in der Förderung des Wirtschaftsstandortes Wädenswil in den kommenden Jahren grössere Herausforderungen zu erwarten.

In den vergangenen Jahren habe sich der Umgang der Bevölkerung mit digitalen Produkten grundlegend verändert. «Die Digitalisierung durchdringt mittlerweile das ganze Leben», sagt Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP). Dieser Entwicklung wolle der Stadtrat durch erweiterte digitale Infrastrukturen Rechnung tragen und zum Beispiel die Geschäftsverwaltung bis hin zum Archiv digitalisieren.

Ganz oben bei den gesellschaftlichen Zielen des Stadtrats steht der reibungslose Gemeindezusammenschluss mit Schönenberg und Hütten. «Auf diesen Neuanfang als erweiterte Gemeinde werden wir 2019 ein besonderes Augenmerk haben», sagt Kutter. Speziell in der Anfangsphase nach dem Zusammenschluss sei es wichtig, sich gegenseitig kennenzulernen und Vertrauen zu fassen.

Altersgerechter Wohnraum

Auch der Ausbau des Angebots an altersgerechtem Wohnraum, sowie der Betreuungs- und Pflegeangebote gehören zu den Zielen des Stadtrats. «Wir Menschen leben erfreulicherweise immer länger und wollen auch im Alter in Wädenswil wohnen können», erklärt Kutter. Dies sei jedoch nur mit entsprechendem Wohnraum möglich. Wie Kutter erklärt, sollen die Alterssiedlungen Bin Räbe und Tobelrain in den nächsten Jahren modernisiert und technisch den heutigen Bedürfnissen angepasst werden.

Beim Schwerpunkt Lebensraum steht die Lebensqualität in Wädenswil im Fokus. Der Stadtrat will unter anderem seine begonnenen Grossprojekte — namentlich die Zentrumsgestaltung mit dem Coop-Areal und dem Gerbeplatz, die Entwicklung des Mewa-Areals und des Au-Parks — weiter vorantreiben. Im Laufe des nächsten Jahres soll der Gestaltungsplan für das Coop-Areal vor das Parlament kommen. «Das ist ein Meilenstein», sagt Kutter. Seit den 90er-Jahren versuche man in Wädenswils Zentrum neue Impulse zu setzen. Entsprechend freue er sich, dass das Grossprojekt zwischen Zuger-, Post- und Florastrasse gut voran komme.

Noch etwas gedulden müssen sich die Wädenswiler beim Gerbeplatz. Zwar habe sich die Stadt mit dem Eigentümer des Haus zum Zyt über den Wert der städtischen Parzelle geeinigt, die der Eigentümer für seinen Neubau benötigt. Doch noch gebe es verschiedene offene Fragen, die es zu bearbeiten gelte, bevor das Projekt öffentlich aufgelegt werden könne.

Energiestadt Wädenswil

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Siedlungs- und Erholungsraum steht im Zentrum des vierten Themenschwerpunktes Umwelt, Energie und Mobilität. Nachdem in den letzten Jahren die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung zugenommen hätten, gelte es nun, die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer aufeinander abzustimmen. So soll beispielsweise das Angebot für Fussgänger und Velofahrer ausgebaut werden. Bis 2022 soll Wädenswil zudem die Auszeichnung mit dem Label Energiestadt Gold in der Tasche haben. Bei der neusten Bewertung als Energiestadt Ende Oktober erreichte Wädenswil 72 von 100 möglichen Prozentpunkten.

Als fünftes Schwerpunktthema listet der Stadtrat die Förderung des Wirtschaftsstandortes Wädenswil auf. Bis in vier Jahren solle das Gelände der Werkstadt Zürisee oberhalb von Wädenswil zu 65 Prozent überbaut sein und die Unternehmen ihren Betrieb aufgenommen haben. «Wir haben gute Erfahrungen gemacht mit der Werkstadt Zürisee», sagt Kutter. Deshalb wolle die Stadt auch in Zukunft die Entwicklung ehemaliger Industriegebiete fördern und begleiten. «Die Stadt kann eine Vermittlerrolle einnehmen, indem sie etwa Landbesitzer und interessierte Firmen zusammenbringt.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.11.2018, 17:45 Uhr

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