Adliswil

Stadtrat erteilt Auskunft zu Velounfällen

Der Stadtrat beschäftigte sich an der letzten Parlamentssitzung mit einer Anfrage zu Velounfällen. Unabhängig davon ist an der Kilchbergstrasse ein neuer Velostreifen entstanden.

In den letzten 10 Jahren sind auf dem Gebiet der Stadt Adliswil 78 Verkehrsunfälle mit Velos registriert worden.

In den letzten 10 Jahren sind auf dem Gebiet der Stadt Adliswil 78 Verkehrsunfälle mit Velos registriert worden. Bild: Archiv ZSZ

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Mit einer Motion forderten drei Adliswiler Parlamentarier der grünen Partei vom Stadtrat ein Veloverkehrskonzept. Sie monierten, dass die Bedingungen für Velofahrer in Adliswil «nicht zum Besten stehen.» In ihrem Vorstoss schrieben sie im März, dass beispielsweise auf den Hauptstrassen Velostreifen weitgehend fehlten oder sich an kritischen Stellen in Luft auflösten. Der Stadtrat lehnte die Motion unterdessen ab. Dies mit der Begründung, dass der Vorstoss nicht zulässig sei und anstelle einer Motion ein Postulat hätte eingereicht werden müssen.

Die Forderung nach einem Veloverkehrskonzept gab an der letzten Sitzung des Grossen Gemeinderates zu Reden. Inspiriert von der Motion nutzte Hanspeter Clesle (EVP) die Fragestunde, um mehr über Fahrradunfälle in Adliswil zu erfahren. Er wollte zum einen wissen, wie viele Verkehrsunfälle mit Velos in den letzten zehn Jahren auf Adliswiler Boden passiert sind und wie viele sich davon mit E-Bikes ereignet haben. Zum anderen erkundigte er sich, welche Vergehen von Velofahrern die Stadtpolizei registriert hatte.

Mangelnde Aufmerksamkeit

Susy Senn (FDP), Stadträtin Sicherheit, Gesundheit und Sport, stützte sich bei ihrer Antwort auf Angaben der Kantonspolizei Zürich. In den letzten 10 Jahren seien 78 Verkehrsunfälle mit Velos registriert worden. «Der Spitzenwert kommt aus dem Jahr 2015 mit zwölf Unfällen», sagte sie. Im letzten Jahr ereigneten sich acht Unfälle, was etwa dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre entspreche. Von den insgesamt 78 Unfällen waren in 62 Fällen normale Fahrräder involviert und in 16 Unfällen waren E-Bikes verwickelt.

Als Hauptursache gab Susy Senn mangelnde Aufmerksamkeit, nicht gewähren von Vortritt und anderes Fehlverhalten wie beispielsweise Fahren auf dem Trottoir an. «Unsere Polizei Adliswil-Langnau spricht dabei nicht immer gleich Bussen aus», sagte sie. Vor allem bei Vergehen von Schülern in der Nähe von Schulhäusern suche die Polizei ein belehrendes Gespräch mit den Velofahrern.

Ein neuer Velostreifen

Was die Grünen in ihrer Motion vom Stadtrat fordern, sind unter anderem mehr Velostreifen auf den Hauptstrassen Adliswils. Vor wenigen Tagen ist auf der Kilchbergstrasse in Richtung Kilchberg ein solcher entstanden. Hat dies einen Zusammenhang mit der Motion? Stadträtin Carmen Marty Fässler (SP) verneint. «Der Velostreifen wurde bereits 2018 geplant», sagt sie. Bis die Stadt Adliswil sowie die Gemeinde Kilchberg alle Bewilligungen zusammen hatten, seien jedoch einige Monate vergangen, weshalb der Streifen erst jetzt eingezeichnet wurde.

Weitere Velostreifen plant die Stadt Adliswil derzeit nicht. «Der Kanton Zürich wird jedoch auf der Zürichstrasse neue Streifen anbringen», sagt Marty Fässler. Die Strasse im Zentrum wird im Frühling 2020 für 12,5 Millionen Franken aufgewertet und mit Verkehrsampeln versehen, um für eine Verkehrsentlastung zu sorgen.

Erstellt: 09.07.2019, 16:57 Uhr

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