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Staatsschreiber will Langnauer Gemeindepräsident werden

Der Zürcher Staatsschreiber Beat Husi wird Ende Jahr pensioniert. Bei den kommenden Erneuerungswahlen im 2018 will er für die CVP den Sitz des abtretenden Langnauer Gemeindepräsidenten und Parteikollegen Peter Herzog erben.

Beat Husi (1995) ist seit 1995 Zürcher Staatsschreiber. Gleichzeitig steht er der Zürcher Regierung beratend und unterstützend zur Seite.
Beat Husi (1995) ist seit 1995 Zürcher Staatsschreiber. Gleichzeitig steht er der Zürcher Regierung beratend und unterstützend zur Seite.
zvg

Definitiv wird die Nomination erst an der Generalversammlung Ende Juni. Dennoch signalisiert die Langnauer CVP bereits jetzt, dass ihr bislang von der Öffentlichkeit geheimgehaltener Topkandidat, Beat Husi, den Segen seiner Partei bekommen wird, um fürs Langnauer Gemeindepräsidium bei den Gesamterneuerungswahlen im kommenden Jahr zu kandidieren. Denn er hat jahrelange Erfahrung im Staatswesen und beste Kontakte.

Beat Husi ist seit 1995 Zürcher Staatsschreiber. In dieser Funktion leitet er die Staatskanzlei mit rund 60 Mitarbeitenden. Gleichzeitig steht er der Zürcher Regierung beratend und unterstützend zur Seite. Zuvor war Husi Zentralsekretär im Gesundheits- und Wirtschaftsamt der Stadt Zürich und von 1986 bis 1995 im Gemeinderat von Kilchberg tätig.

Guter Zeitupunkt

Ende Jahr wird Beat Husi, der seit 1998 in Langnau wohnt, als Staatsschreiber pensioniert. «Jetzt habe ich Zeit und Lust, meine vielfältigen Erfahrungen als Präsident einer Gemeindebehörde einzubringen und stelle mich daher als Nachfolger des zurücktretenden Gemeindepräsidenten Peter Herzog zur Verfügung», sagt Husi.

«Wenn ich nicht Gemeindepräsident werde, trete ich das Amt als Gemeinderat nicht an.»

Beat Husi

Als Staatsschreiber durfte Husi seit 1995 auf kantonaler und kommunaler Ebene kein politisches Amt übernehmen. Seiner Partei der CVP ist er in all den Jahren aber treu geblieben. «Einfach nur im Hintergrund», sagt er. Dass Husi nun gerade dann pensioniert wird, wenn Peter Herzog das Gemeindepräsidium abgeben will, ist ein Glücksfall für die Partei. Die Chancen stehen gut, dass sie mit einem solch erfahrenen Kandidaten den Sitz halten kann. Um den Puls bei den anderen Parteien im Dorf vorzufühlen, hat die CVP-Spitze kürzlich einen Brief an sämtliche Parteipräsidenten im Dorf verschickt und informierte sie über die bevorstehende Nomination.

Der Zeitpunkt dafür ist gut gewählt. Ende März berichtete die «ZSZ» darüber, dass Peter Herzog keine weitere Amtsperiode mehr anhängen will. Die Parteien stecken darum noch allesamt in der Suche nach eigenen geeigneten Kandidaten. Keine andere Partei hat bislang eine weitere Nomination bekannt gegeben. So gehört die Bühne im Moment ganz alleine Beat Husi.

«Die Reaktionen auf mein Vorhaben waren bislang durchwegs positiv», sagt Husi. Ein Manko könnte aber sein, dass er aufgrund seiner Arbeit jahrelang politisch nicht aktiv war. Darum gelte es nun, sich beim Stimmvolk bekannter zu machen.

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