Langnau

Spielsperren gegen raufende Fussballerinnen verhängt

Anfang Monat gingen zwei Juniorinnen des FC Langnau und des FC Dietikon aufeinander los. Nun hat der Fussballverband der Region Zürich Sanktionen gegen die Fussballerinnen beschlossen.

Weil an einem Mädchen-Fussballspiel zwischen Langnau und Dietikon nicht nur Tore geschossen wurden, sondern auch gerauft wurde, werden die Beteiligten nun sanktioniert. (Symbolbild)

Weil an einem Mädchen-Fussballspiel zwischen Langnau und Dietikon nicht nur Tore geschossen wurden, sondern auch gerauft wurde, werden die Beteiligten nun sanktioniert. (Symbolbild) Bild: Archiv Pius Koller

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nach einem heftigen Handgemenge zwischen Juniorinnen B des FC Langnaus und des FC Dietikon hat der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) Konsequenzen gezogen. «Gegen die beiden Haupttäterinnen des FC Langnau und des FC Dietikon wurde eine Strafe von drei Spielsperren verhängt», sagt Willy Scramoncini, Leiter der Abteilung Spielbetrieb des FVRZ.

Eine weitere Spielerin des FC Dietikon ist wegen unsportlichem Verhalten für zwei Spiele gesperrt. Zudem muss der Dietikoner Club eine Busse in der Höhe von 200 Franken bezahlen. «Grund dafür ist das Verhalten der Fans während dem Vorfall», erklärt Scramoncini. Diese hätten die Rauferei weiter angeheizt. Eine Rüge gab es auch für den Schiedsrichter, welcher den Zwischenfall nicht in seinem offiziellen Spielbericht erwähnt hatte. Scramoncini stellt klar: «Natürlich sind solche Szenen unschön und schaden dem Fussball. Aber unter den Teppich kehren darf man sie auf keinen Fall.»

«Der Verband hat richtig reagiert und angemessene Strafen verhängt.»Fredy Münger, Präsident FC Langnau

Beim FC Langnau ist man zufrieden mit den vom FVRZ angeordneten Sanktionen. «Der Verband hat richtig reagiert und angemessene Strafen verhängt», sagt Clubpräsident Fredy Münger. Intern habe man den Vorfall bereits wenige Tage nach dem Spiel besprochen. «Wir sind alle zusammengesessen: der Trainer, die Spielerinnen, deren Eltern und die Clubleitung. Es ist wichtig aus solchen Erfahrungen Lehren zu ziehen.»

Mädchen unter Druck

Münger hofft, dass der FC Langnau nun wieder zur Normalität zurückkehren kann. «Es waren keine einfachen Wochen für den Club, vor allem aber für die in die Rangelei involvierte Spielerin.» Durch die Publikation des Videos, welches die Szenen nach dem Spiel zeigt, sei das junge Mädchen auch in den Fokus der sozialen Medien geraten, sagt Münger. Damit habe der «Blick» den Druck auf die Spielerin unnötig erhöht. «Fussball ist nun einmal ein Sport, bei dem die Emotionen hochgehen können. Das ist beim Frauenfussball nicht anders.»

Der Vorfall ereignete sich nach einem Match der beiden Mannschaften auf dem Platz der Primework-Arena Dornau im Limmattal Anfang Monat. Dabei gingen zwei Spielerinnen aufeinander los und mussten durch Schiedsrichter und Betreuer getrennt werden. Eine dritte Spielerin war verbal in den Konflikt involviert. Die Szenen wurden durch ein Video bekannt, welches ein Leserreporter dem «Blick» zugespielt hatte. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 17.05.2019, 15:44 Uhr

Artikel zum Thema

«Das ist eine absolute Ausnahme»

Langnau Bei einem Juniorinnen-Match zwischen dem FC Langnau und dem FC Dietikon kam es am Sonntag zu einer Schlägerei zwischen zwei Spielerinnen. FCL-Präsident Fredy Münger zeigt sich konsterniert. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben