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Spannung bis zur letzten Sekunde

Horgen verlangte Lugano auch in der vierten Partie des Playoff-Finals alles ab. Das Heimteam verlor dennoch knapp 5:6 und so den Kampf um den Meistertitel.

Trotz vollem Einsatz wie hier Stefan Velikov (vorne) im Duell mit Goran Fiorentini konnten die Horgner vor heimischem Publikum den Titelgewinn der Luganesi nicht verhindern.
Trotz vollem Einsatz wie hier Stefan Velikov (vorne) im Duell mit Goran Fiorentini konnten die Horgner vor heimischem Publikum den Titelgewinn der Luganesi nicht verhindern.
André Springer
Leo Müller (Horgen, weiss) kommt gegen Federico Pagani zum Abschluss. Bis 90 Sekunden vor Spielende konnten die Gastgeber die Partie ausgeglichen gestalten, ehe eben jener Federico Pagani mit seinem 6:5-Siegtreffer Lugano zum Meistertitel schoss.
Leo Müller (Horgen, weiss) kommt gegen Federico Pagani zum Abschluss. Bis 90 Sekunden vor Spielende konnten die Gastgeber die Partie ausgeglichen gestalten, ehe eben jener Federico Pagani mit seinem 6:5-Siegtreffer Lugano zum Meistertitel schoss.
André Springer
Doch letzten Endes war Lugano eine Spur besser und darf sich auch dieses Jahr die beste Mannschaft im Schweizer Wasserball nennen. Im Bild: Horgens Torhüter Luka Petricevic.
Doch letzten Endes war Lugano eine Spur besser und darf sich auch dieses Jahr die beste Mannschaft im Schweizer Wasserball nennen. Im Bild: Horgens Torhüter Luka Petricevic.
André Springer
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Auch im zweiten Final-Heimspiel wuchsen die Horgner wieder über sich hinaus. Bis 90 Sekunden vor Spielende konnten die Gastgeber die Partie ausgeglichen gestalten, ehe Federico Pagani mit seinem 6:5-Siegtreffer Lugano zum Meistertitel schoss. Mit den zwei gewichtigen Absenzen des gesperrten Kevin Müller und verletzten Igor Porobic, spielte Horgen an der Grenze seiner Möglichkeiten eine optimale Partie. Die Tessiner hingegen wirkten wie bereits am vergangenen Samstag im Käpfnach unkonzentriert und nervös. Sie waren im Gegensatz zu den Qualifikationsspielen nicht mehr wiederzuerkennen.

In den ersten neun Minuten der Partie hätten es die Einheimischen mehrmals hintereinander in der Hand gehabt, das Spiel zu diktieren und in Führung zu gehen. Gleich fünfmal spielten sie in dieser Phase mit einem Mann mehr im Wasser, doch resultierte daraus gerade einmal ein Treffer. Beim Überzahlspiel gelang den ihnen wenig und Lugano nutzte im Gegenzug, die erspielten Konterchancen konsequent aus.

1:4-Rückstand wettgemacht

Als im zweiten Viertel auf der Anzeigetafel der Spielstand 1:4 aufleuchtete, gaben viele der 350 anwesenden Zuschauern den Horgnern keinen grossen Kredit mehr. Doch sie bäumten sich nochmals gegen die drohende Niederlage auf. Miskovic, Caleta und Bjelajac sorgten dafür, dass der SCH nach dem Seitenwechsel bis auf einTor an die Luganesi herankam. In dieser Phase wirkten die Gäste ungewöhnlich nervös und ihr Spielfluss kam praktisch zum Erliegen.

Horgen nutzte dieses Zwischentief des Titelverteidigers und glich drei Minuten vor Spiel­ende zum lautstark umjubelten 5:5 aus. Nun lag ein Sieg wieder in Reichweite der Möglichkeiten. Horgen verteidigte in dieser Phase konsequent und aufmerksam und leistete sich nur gerade eine Hinausstellung.

Dennoch behielten die Tessiner die Oberhand und Pagani gelang eineinhalb Minuten vor Ablauf der Spielzeit das alles entscheidende Tor. Bei den ange­reisten Lugano-Fans gab es dann nach dem Schlusspfiff kein Halten mehr. Den Horgnern bleibt der Trost, dass sie trotz den beiden gewichtigen Absenzen auch in der vierten Finalpartie auf Augenhöhe mit dem alten und neuen Schweizer Meister spielten.

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