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Sihlstrasse wird drei Jahre für den Durchgangsverkehr gesperrt

Die Stadt saniert die Sihlstrasse ab März in drei Etappen. Während drei Jahren ist der Strassenverkehr erschwert. Das bereitet den Verantwortlichen der Rudolf Steiner Schule sorgen. Täglich gehen hier rund 300 Schüler ein und aus.

Zwischen November 2017 und September 2018 können Lehrer und Eltern nicht mehr vor das Schulhaus der Rudolf Steiner Schule in Adliswil fahren.
Zwischen November 2017 und September 2018 können Lehrer und Eltern nicht mehr vor das Schulhaus der Rudolf Steiner Schule in Adliswil fahren.
Sabine Rock

Zuerst war es ein kleiner Schock für Lorenz Rey, Vorstandsmitglied der Rudolf Steiner Schule. In grossen Lettern stand auf der Präsentation der Stadt Adliswil, welche das Projekt «Sanierung Sihlstrasse» am Dienstagabend in den Räumen der Steiner Schule vorstellte, dass die Sihlstrasse im Abschnitt der Schule von November 2017 bis September 2018 komplett gesperrt sein wird. Das könnte zum Problem werden.

Im Kindergarten Sihlau und der Schule lernen rund 300 Kinder jeden Tag, viele von ihnen werden von ihren Eltern mit dem Auto hingefahren. Doch die Stadt Adliswil zeigt Bereitschaft, die anstehende Mammut-Sanierung der Sihlstrasse für alle Direktbetroffenen so angenehm wie möglich zu gestalten. «Fahrzeuge werden über die Webereistrasse auf der anderen Sihlseite und über die Buttenaustrasse geleitet», sagte Projektleiterin Simone Mayer. Die Kinder müssten dann entweder den Sihlausteg über die Sihl passieren oder die Unterführung benutzen.

Kosten von 7,4 Millionen

Die Sihlstrasse befindet sich in einem schlechten Zustand und muss komplett saniert werden. Der Stadtrat hat für die Arbeiten im Januar einen Kredit von 7,4 Millionen Franken gesprochen. Unter anderem muss der Strassenbelag ersetzt und die Wasserleitungen unterhalb der Strasse erneuert werden. Die Bauarbeiten beginnen bereits Anfangs März und dauern rund drei Jahre. In dieser Zeit ist die 1100 Meter lange Strecke für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Zufahrt zu einzelnen Gebäuden bleibt teilweise aber dadurch gewähleistet, dass die Arbeiten in drei Etappen und zeitverschoben stattfinden sollen.

In der ersten Etappe wird der Abschnitt Gontenbach bis Sihlmattenbrücke saniert. Diese Arbeiten dauern von März bis Oktober. Ab November bis September 2018 ist dann der Abschnitt bis zum Rütibach an der Reihe. In dieser Zeit ist die Anfahrt zur Rudolf Steiner Schule und zum Kindergarten erschwert. Zuletzt wird auch der Abschnitt Rütibach bis Albisstrasse saniert.

In der dritten Etappe erneuert die Stadt Adliswil zudem gleichzeitig die Wasserversorung für das Weberei-Areal auf der anderen Sihlseite. Geplant ist, dass das Gewerbe in der ehemaligen Mechanischen Seidenstoffweberei Adliswil (MSA) mit einem sogenannten Ringschluss an die öffentliche Wasserversorung angeschlossen wird.Die Arbeiten sollen im Dezember 2019 abgeschlossen sein. Im Sommer 2020 wird die Strasse nochmals einige Wochen gesperrt - zur Erneuerung des kompletten Strassenbelags.

Zusätzliche Parkplätze

Während den Bauarbeiten können auf die Anwohner neben Einschränkungen und Behinderungen auch einige Lärmbelastungen zukommen. Der Bahnverkehr darf nämlich durch die Bauarbeiten zu keinem Zeitpunkt gestört werden. «Aus diesem Grund und im Wesentlichen auch für die Arbeitssicherheit, muss in jeder Etappe ein Schutzgerüst zur Bahn hin erstellt werden», sagte Mayer. Das Aufstellen der rund sieben Meter hohen Gerüste könne nur in der Nacht realisiert werden.

In kritischen Bauphasen werde auch der Fussgängerverkehr über die Sihlmattenbrücke und den Sihlausteg umgeleitet. Sperrungen und Umleitungen würden jeweils signalisiert und frühzeitig kommuniziert. Trotz der Unanehmlichkeiten für die Anwohner schaut die Stadt Adliswil positiv auf die anstehenden Arbeiten. «Sie sind dringend nötig und ich freue mich auf die neue Sihlstasse», sagte der zuständige Stadtrat Patrick Stutz (SVP).

Denn auch optisch soll die Strasse aufgewertet werden. Im Bereich der Schule und Kindergärten ist eine neue Strassenraumaufteilung geplant. Sihlseitig werden die Parkplätze zwischen Rabatten mit Bäumen angeordnet. Zur Bahn hin sind Rabatten mit Palisaden vorgesehen. Durch das Abwechseln dieser Elemente entstehen Fahrbahnversätze, die den Verkehr beruhigen. Die Anzahl der Parkplätze wird von heute 16 auf 21 steigen.

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