Langnau

Siegerprojekt für Alterswohnungen gekürt

Ein Aargauer Architekturbüro darf die Alters­wohnungen im Langmoos planen. Anstelle der Tennisplätze sollen in Langnau 46 Wohnungen entstehen. Die Fachjury sieht im Siegerprojekt einen «attraktiven Begegnungsort».

Das Projekt soll sich in die bestehende Struktur einbauen. So ist eine Piazza zwischen den Alterswohnungen (links) und dem Alters- und Pflegezentrum geplant.

Das Projekt soll sich in die bestehende Struktur einbauen. So ist eine Piazza zwischen den Alterswohnungen (links) und dem Alters- und Pflegezentrum geplant. Bild: Visualisierung / pd

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Acht Büros hatten sich um den Bau der Alterswohnungen beworben. Gewonnen hat das Projekt «Hippocampus» des Architekturbüros Frei Architekten AG aus Aarau, wie die Gemeinde Langnau in einer Medienmitteilung schreibt. Das Projekt, das direkt neben dem Wohn- und Pflegezentrum Sonnegg im Langnauer Oberdorf entstehen soll, verfügt über 46 Wohnungen. Das liegt im geplanten Rahmen von 40 bis 50 Wohnungen. Gemäss der achtköpfigen Jury weisen alle Wohnungen «eine hohe Wohnqualität mit einer guten Besonnung und dank Besonnung gute Aussichtsmöglichkeiten auf». Daneben soll es einen Spitex-Stützpunkt und ein Tagesangebot für Demente geben.

Das Urteil für das Siegerprojekt fiel einstimmig. Wichtig beim Neubau sind die Synergien und Ergänzungen mit dem Alterszentrum der Gemeinde. «Die funktionale und ergänzende Anbindung» sei optimal umgesetzt, findet die Fachjury.

Hohe Anforderungen

Vieles lässt einen möglichen Ausbau offen. Etwa wenn weiterer Bedarf an entsprechenden Wohnungen auf die Gemeinde zukommen würde. So lasse das Gebäude Potenzial zur weiteren Verdichtung offen, ist zu lesen. Und das Projekt lasse «in architektonischer und gestalterischer Hinsicht Freiräume zur Optimierung offen». Eine Piazza sorge zudem für einen attraktiven Begegnungsort mit hoher Aufenthaltsqualität für die Bewohner von Alterszentrum und -wohnungen.

Gemäss der Bonainvest ist das Projekt herausfordernd, insbesondere bei der Freiraumgestaltung und der Integrierung in die bestehende Ausgangslage.

Ball liegt bei Gemeinde

Nach dem Entscheid arbeitet die Bonainvest AG als federführender Investor jetzt ein Vorprojekt aus. Dabei muss etwa aufgezeigt werden, wie teuer der Bau wird. Danach muss das Baugesuch ausgearbeitet werden. Für das Projekt muss der Tennisclub weichen, der die Parzelle bisher genutzt hat. Die Gemeindeversammlung hat vor einem Jahr grünes Licht gegeben.

Allerdings gibt es noch eine Hürde: Die Stimmbürger Langnaus müssen an der Gemeindeversammlung über den Baurechtsvertrag entscheiden. Diese Abstimmung findet nach momentanem Stand Ende 2019 statt, sagt Gemeindepräsident Peter Herzog (CVP). Das Projekt liege im Zeitplan. Bevor also richtig losgelegt werden kann, liegt der Ball für die weiteren Schritte bei der Gemeinde. Gebaut werden könnte frühestens ab 2021. Dann läuft der Baurechtsvertrag mit dem Tennisclub aus. Damit sich die Bevölkerung ein Bild der neuen Alterswohnungen machen kann, wird das Projekt am kommenden Freitag und Samstag vorgestellt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.06.2018, 21:03 Uhr

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