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Sie wollen sich für Adliswil im Kantonsrat einsetzen

Am Donnerstagabend trafen sich die vier Adliswiler Spitzenkandidaten für den Zürcher Kantonsrat zu einer Podiumsdiskussion. Diskutiert wurde unter anderem über den Steuerfuss und die lokale Infrastruktur.

Podiumsdiskussion der vier Adliswiler Spitzenkandidaten für den Zürcher Kantonsrat: Es diskutierten (von links) Sebastian Huber (SVP), Davide Loss (SP), Mario Senn (FDP) und Farid Zeroual (CVP), moderiert von Philipp Kleiser (Mitte).
Podiumsdiskussion der vier Adliswiler Spitzenkandidaten für den Zürcher Kantonsrat: Es diskutierten (von links) Sebastian Huber (SVP), Davide Loss (SP), Mario Senn (FDP) und Farid Zeroual (CVP), moderiert von Philipp Kleiser (Mitte).
Moritz Hager

Es braucht Adliswiler Vertreter im Kantonsrat, damit die lokalen Bedürfnisse Gehör finden – darüber waren sich die vier Spitzenkandidaten am Donnerstagabend einig. Unter der Leitung von Philipp Kleiser, stellvertretender Chefredaktor der Zürichsee-Zeitung, trafen sich Farid Zeroual (CVP), Davide Loss (SP), Sebastian Huber (SVP) und Mario Senn (FDP) zu einem Podiumsgespräch im Haus Brugg. Alle vier wollen am 24. März in den Zürcher Kantonsrat gewählt werden. Sie sind die aussichtsreichsten Kandidaten von Adliswil. «Durch unsere Stadt führt eine Kantonsstrasse», sagte Farid Zeroual. Der Kanton habe aber manchmal sehr eigene Ansichten, wie diese bewirtschaftet werden müssten. «Ich will im Kantonsrat unsere lokale Ansicht vertreten.» Als Stadtpräsident kenne er die Bedürfnisse von Adliswil.

Auch Gemeinderat Mario Senn sieht das Thema lokale Infrastruktur neben den Themen Wirtschaft und Bildungspolitik als ein Kernanliegen von ihm, falls er den Sprung in den Kantonsrat schaffen würde. Sebastian Huber, mit 23 Jahren der Jüngste in der Gruppe und seit eineinhalb Jahren ebenfalls im Adliswiler Parlament, will zusätzlich auch die Meinung der jungen Generation einbringen. Davide Loss, der bereits seit acht Jahren im Kantonsrat tätig ist und derzeit als Adliswiler Ratspräsident amtet, will sich weiter für einen sicheren und sozialen Kanton einsetzen.

14 Minuten von Zürich

Vor rund 50 Besucherinnen und Besucher diskutieren die vier Kandidaten verschiedene Themenbereiche, die derzeit auf kantonaler Ebene zu reden geben: etwa ein Vorstoss für attraktive Ortskerne, das neue Sozialhilfegesetz oder die Steuervorlage 17. Moderator Philipp Kleiser wollte von den Kandidaten nicht nur deren Meinung zu diesen Themen wissen, sondern auch, was die Vorlagen für die Zukunft von Adliswil bedeuten könnten. Der Wegzug der Swiss Re beschäftigt die Podiumsteilnehmer. «Grossen Firmen haben wir die Steuersenkungen der letzten Jahre zu verdanken», sagte Senn. Durch die Swiss Re würden Steuereinnahmen von fünf bis zehn Millionen Franken wegfallen. Dies gelte es zu kompensieren.

Adliswils Stadtpräsident Farid Zeroual schaut dieser Aufgabe optimistisch entgegen. «Unser Bahnhof Sood-Oberleimbach ist nur 14 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Die Mietpreise in Adliswil sind aber viel moderater als in Zürich.» Das sei attraktiv für neue Unternehmen. Das befand auch Sebastian Huber und bemerkte zusätzlich, dass der öffentliche Verkehr mit der SZU ein wichtiger Pfeiler für die Adliswiler Wirtschaft darstelle: «Vor allem für die Mitarbeiter der hier ansässigen Firmen ist eine optimale Anbindung zentral.»

Steuerfuss als taktisches Instrument

In der Fragerunde wollte ein Zuhörer wissen, ob er sich Sorgen machen müsse, dass in Adliswil die Steuern bald wieder ansteigen könnten. Nicht nur wegen des Wegzugs der Swiss Re, sondern auch wegen anstehender Grossinvestitionen. Eine Prognose über die Entwicklung des Adliswiler Steuerfusses wollte keiner der Politiker wagen. Mario Senn sagte, dass der «Steuerfuss ein taktisches Instrument ist, das von Jahr zu Jahr festgelegt werden kann». Er und seine Partei wollten die Steuer aber nicht «auf Vorrat erhöhen».

Zeroual seinerseits erklärte, dass eines der Legislaturziele der Exekutive darin bestehe, den Adliswiler Steuerfuss unter dem kantonalen Mittel zu halten. Kritisch äusserte sich schliesslich Davide Loss, der anmerkte, dass Adliswil in den letzten Jahren auch von guten Steuereinnahmen profitiert habe und dass der Verkauf von stadteigenen Landflächen ebenfalls Geld in die Kassen gespült habe.

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