Hitze

Senioren trinken in der Hitze zu wenig

Die zehn vergangenen Hitzetage waren eine Belastung für die Gesundheit. Dabei sind ältere Menschen besonders gefährdet. Ihr vermindertes Durstgefühl ist ein Problem. Altersheime und Hausärzte reagieren darauf.

Tipps für Senioren bei Hitze: Trinken, trinken, trinken.

Tipps für Senioren bei Hitze: Trinken, trinken, trinken. Bild: Symbolbild/Keystone

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Die letzten zehn Tage könnten gemäss Meteo Schweiz für den Kanton Zürich die viertintensivste Hitzeperiode seit Messbeginn gewesen sein. Darum warnt der Wetterdienst auch vor den gesundheitlichen Gefahren. Die Hitze wirkt sich auf die Gesundheit aus und beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit des Körpers. Besonders betroffen sind ältere Menschen. Gemäss Pro Senectute würden ­ältere Menschen nicht die Notwendigkeit spüren, sich gegen ­hohe Temperaturen zu schützen. So hätten sie etwa weniger Durst.

Die Hitzewelle beschäftigt die Hausärzte in ihrer Praxistätigkeit. «Viele Leute klagen über die Hitze», sagt der Hausarzt Peter Zäch aus Samstagern, «medizinische Notfälle sind aber selten.» Aber sie kommen vor, insbesondere bei ­Senioren. So musste kürzlich ein hochbetagter, bereits schwer kranker Patient ins Spital ein­geliefert werden, weil er zu wenig Flüssigkeit aufgenommen hatte. Die Hilfe kam für ihn jedoch zu spät, er verstarb. Die Stiftung für Gesundheit und Alter Rapperswil-Jona (Rajovita) sagt: «In der heissen Jahreszeit wird deshalb an mehreren Stellen in den Pflegezentren zusätzlich Wasser angeboten.» Wegen Dehydration sei sicher eine vermehrte Sturzneigung der Pflegebedürftigen zu beobachten. «Effektiv hitzebedingte Todesfälle gab es keine.»

Auch junge Menschen behandelte Hausarzt Peter Zäch schon, weil sie nach stundenlangem Sonnenbaden kollabierten. Sie leiden dann unter Kopfschmerzen, sind verwirrt, überwärmt und dehydriert. Diese Hitzschlagpatienten müssen an einen kühlen Ort gebracht werden, und sie müssen genug Flüssigkeit aufnehmen.

Viele Notfälle trotz Ferien

Nackenbeschwerden treten in der Hitzezeit ebenfalls häufiger auf. Man versuche mit Ventilatoren, sich Linderung zu verschaffen, erklärt der Hausarzt. Für empfind­liche Personen sei diese Art der Kühlung aber nicht ideal.

Die Spitäler rund um den See behandeln ebenfalls mehr Patienten mit hitzebedingten Problemen. So gibt es auch trotz der Sommerferien viele Leute, welche die Notfallaufnahme aufsuchen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.08.2018, 08:42 Uhr

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