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Seilziehen um Konzessionsland

Weitere Gemeinden am Zürichsee haben ihre Stellungnahmen zum neuen Umgang mit dem Konzessionsland abgegeben. Sie fallen allerdings eher zurückhaltend aus.

Ein durchgehender Seeuferweg wie hier zwischen Wädenswil und Richterswil ist durch das neue Gesetz in Gefahr, befürchten dessen Verfechter.
Ein durchgehender Seeuferweg wie hier zwischen Wädenswil und Richterswil ist durch das neue Gesetz in Gefahr, befürchten dessen Verfechter.
Archiv Sabine Rock

Mit Kilchberg hat eine weitere Gemeinde aus dem Bezirk Horgen eine Stellungnahme zum Umgang mit Konzessionsland abgegeben.

Wie Wädenswil und Oberrieden steht Kilchberg dem Vorhaben des Kantons, den Gemeinden beim Planen und Bauen am Seeufer mehr Kompetenzen zu übertragen, grundsätzlich wohlwollend gegenüber. So wird positiv beurteilt, dass eine klare und einheitliche Regelung der Raumgestaltung am Zürichseeufer angestrebt werde.

Mehr Gemeindeautonomie

Allerdings haben die Kilchberger einige Einwände vorgebracht. So schränke die Formulierung «ergänzende Festlegungen zu Bauten, Anlagen und Umschwung» in Zusammenhang mit den Vorgaben der Richtplanung die Autonomie der Gemeinden ein. Die Gemeinde schlägt vor, auf den Teil mit den Vorgaben der Richtplanung und das Wort «ergänzend» zu verzichten. Weiter solle nach Ansicht der Gemeinde die qualitativen Anforderungen in den Vordergrund gestellt werden. So sei der Ausdruck «gewachsene bauliche Gliederung» zu wenig präzise und solle durch «vorhandene bauliche Struktur» ersetzt werden.

In Zusammenhang mit der Festlegung von Baubereichen sei darzulegen, was ein angemessener Spielraum für die Projektierung ist. Bezüglich «Zürichseeweg» wünscht sich die Gemeidne eine klare Forumlierung, dass dieser von den Festlegungen über die weiteren Bauten und Anlagen sowie Umschwung ausgenommen ist. Schliesslich soll der Kanton präzisieren, dass es sich bei der Frist für die Übergangsbestimmungen von drei Jahren um die jeweiligen Teilrevision betreffend «Uferbereiche von Seen» handelt.

Nur Konzessionsland

Aus dem Bezirk Meilen liegt die Stellungnahme von Zollikon vor. Allein die Ausgangslage verpflichtet: Sämtliches Land der Gemeinde am Zürichseeufer ist aufgeschüttet. Die neue Regelung sei zurückhaltend formuliert und verzichte auf zentrale Vorgaben des Kantons, schreibt die Gemeinde. Zollikon rechnet mit beschränkten Auswirkungen, weil im Uferbereich eine tiefe Ausnutzunbg gelte und das Land am Ufer in der Freihaltezone liege.

Unklar sei allerdings, wie der Uferbereich definiert ist. So sei nicht ausgeschlossen, dass auch Grundstücke bergseits der Seestrasse unter «Planen und Bauen im Uferbereich von Seen» fallen. So etwa an der Grenze zu Küsnacht wo der Uferstreifen sehr schmal ist. Die Gemeinden, die sich bisher noch nicht geäussert haben, können das noch bis Ende August tun.

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