Horgen

Chinesische Schule übernimmt Seewasserwerk

Die Chinesische Managerschule CEIBS in Horgen expandiert. 2016 hat sie das alte Seewasserwerk gekauft. Nun hat sie ihre Pläne der Gemeinde Horgen unterbreitet.

Im alten Seewasserwerk an der Hirsackerstrasse in Horgen sollen künftig Manager aus China die Schulbank drücken. Bild: Sabine Rock

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Horgen ist seit einigen Jahren Ausbildungsort für chinesische Führungskräfte. Im Jahr 2015 ist die private Management-Schule namens China Europe International Business School (CEIBS) an die Hirsackerstrasse zwischen der Horgner Fährenstation und dem Strandbad Käpfnach gezogen. Sie hatte damals das dort ansässige Lorange Institute of Business Zurich übernommen. In die Liegenschaft mit Seeanstoss kommen monatlich bis zu 200 Manager aus China. Um den hohen Studentenzahlen gerecht zu werden, braucht die Schule mehr Platz.

Deshalb hat sie vor zwei Jahren das benachbarte Seewasserwerk für 2,2 Millionen Franken erworben. Der Verkäufer war der Zweckverband Seewasserwerk Hirsacker-Appital. Der geplante Verkauf traf damals auf Widerstand. Eine Anwohnerin legte Rekurs ein, um die Umnutzung des alten Seewasserwerks zu verhindern. Auch weil sie befürchtete, es könnten Wohnungen entstehen. Das Bezirksgericht entschied den Fall damals zu Gunsten des Zweckverbandes und die Schule konnte das Gebäude kaufen. Nun hat die CEIBS das Baugesuch bei der Gemeinde Horgen eingereicht. Wohnungen sind keine geplant.

Altes mit Modernem vereint

Der Bauplan zielt auf die Erweiterung an Schulungsräumen ab. «Schon heute müssen wir unsere Studenten teilweise in externen Räumen unterbringen», sagt Philipp Boksberger, Geschäftsführer des CEIBS Zurich Campus. Der Umbau des alten Seewasserwerks soll es der CEIBS ermöglichen, alle Kunden in den eigenen Gebäuden zu unterrichten. Im Erdgeschoss des alten Seewasserwerks entstehen ein Empfangsfoyer für 150 Personen, ein ebenso grosser Saal für Vorlesungen und Veranstaltungen sowie sieben Diskussionszimmer, die für Gruppenarbeiten dienen. Im Obergeschoss sind Büros, Gallerien und ein weiteres Diskussionszimmer geplant. Das Dachgeschoss sowie das Untergeschoss bleiben grösstenteils leer.

Philipp Boksberger hat schon beim Kauf des alten Seewasserwerks betont, dass sie den Charakter des Gebäudes respektieren würden und nur für den Schulbetrieb notwendige Änderungen an der Fassade vornehmen werden. «Wir müssen allerdings die Hausfront Richtung See mit grösseren Fenstern ersetzen, damit die Schulungsräume genügend Licht erhalten», sagt er. Das Dach wird bergseits mit Solarzellen versehen.

Im Innern des Gebäudes soll das Alte mit dem Modernen vereint werden. «Die alten Wasserpumpen werden in die neuen Schulungsräume integriert», sagt Boksberger. Die ehemaligen Wassertanks müssten hingegen herausgenommen werden, um genug Platz für die Vorlesungssäle und Gruppenräume schaffen zu können. Der ganze Umbau kommt die CEIBS rund 4,5 Millionen Franken zu stehen. Falls es keine Einsprachen gibt, kann der Umbau im Januar beginnen. Das neue Gebäude soll im Oktober 2019 fertig sein. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 26.09.2018, 17:07 Uhr

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