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See-Spital provoziert mit Notfall-Werbekampagne

Die Politik ist sich einig: Die Zahl der Spitalnotfälle muss dringend zurückgehen. Umso kritischer wird eine Kampagne des See-Spitals beurteilt, welche die Vorzüge des Spitalnotfalls anpreist.

Prominent platziert: Die See-Spital-Plakate hängen an mehreren Bahnhöfen der Region, so wie hier in Wädenswil.
Prominent platziert: Die See-Spital-Plakate hängen an mehreren Bahnhöfen der Region, so wie hier in Wädenswil.
Conradin Knabenhans

Ein grosser Glückskäfer aus Schokolade, dazu ein kleines Töpfchen mit Glücksklee. Die 15000. Patientin im Notfall des See-Spitals Horgen wurde Ende des vergangenen Jahres nach der stationären Aufnahme mit diesem Geschenk überrascht. Medienwirksam freut sich das See-Spital über diesen Besucher-Rekord – und das in Zeiten, in denen sich Gesundheitspolitiker einig sind: Zu viele Patienten besuchen mit einem kleinen Wehwehchen den Spitalnotfall. Das blockiert nicht nur wichtige Ressourcen für die richtigen Notfälle, sondern ist auch noch sündhaft teuer. Das See-Spital rechtfertigt das Geschenk an 15000. Patientin: «Das war eine spontane Aufmerksamkeit und keine geplante Aktion», teilen die Verantwortlichen mit.

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